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allen menschen recht gethan; ist eine Kunst die Niemand kann: Anno 1876

Ident. Nr.: D (8 E 397) 645/1966

ObjID: obj:1725245

Details (expert)

Dating
1876
Material / Technique
Hafnerware, weiß bemalt
Dimensions
Höhe: 29,6 cm

Object Description

Beschrieben von Paul Stieber im Bayerischen Jahrbuch für Volkskunde 1962, S. 167: Große Kann 296 hoch; Inhalt 8,35 l; Gewicht 2307 g trocken = 27,6 Prozent der Wasserfüllung. Stämmige Eiform, etwas eckig, breiter Stand, mittlere Schwerpunktlage, Rand leicht profiliert, Standring, breiter Bandhenkel, Schnauze gedrückt. Dekor weiß, auf der Schulter Ringe, Dekorband abwechselnd eine Art von Blumen aus Tulpen und Strichen und Schlangenlinien mit Beistrichen, Spruch: "allen menschen recht gethan; ist eine Kunst die Niemand kann: Anno 1876". Darunter auf der Vorderseite ungeschickter Blumenstrauß. Auf dem Henkel schräge Striche, Ansatz umrahmt mit Arkaden. Darunter Schnörkel rechtsläufig mit anschließender Schleife. Standring mit zwei weißen Ringen. Formal gutes Stück, Dekor plump und ungeschickt. Fundort Aura.

Last updated: 29.06.2026

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Institution:

Museum Europäischer Kulturen

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Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Querformat. Rechts oben rotgesäumtes Lichtloch, auf Wolkenkissen stehend Mutter Gottes, auf der Rechten das Kind, auf der Linken Traube. Von ihr je ein Strahl zu den beiden Verunglückten. Im Hintergrund Baumgruppen, beiderseits eine Kapelle. Im Mittelpunkt ein gezäunter Weg. Auf diesem hält eine Karosse mit zwei Schimmeln und Kutscher, die beiden Fahrgäste als Zuschauer am Zaun. Im Vordergrund Grasfuder mit zwei durchgehenden Pferden. Vom Wagen stürzt ein Mädchen, neben den Pferden liegt eine Frau. Rechts vom Wagen der aufstakende Bauer. Unter der Darstellung breites Schriftband, weiß, beiderseits rot endend: "Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754."