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Ikone mit einer "Noli me tangere"-Darstellung mit Rahmen

Ident. Nr.: 11276

ObjID: obj:1756990

Details (expert)

Date(s)
verbale Datierung: Anfang 16. Jahrhundert
Systematics/Type
Material / Technique
Temperamalerei auf Holz
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 21,2 x 16 x 1,3 cm

Object Description

Die hier abgebildete Szene wird im Johannesevangelium beschrieben. Am Ostersonntag wollte Maria Magdalena das Grab Christi besuchen, um ihm mit einer Salbung die letzte Ehre zu erweisen. Doch sie fand das Grab offen und leer, nur die Leinentücher lagen noch darin (wie auch auf dem Bild im Hintergrund zu sehen). Als sie vor dem Grab stand und weinte, sprach sie der hinzugetretene Jesus an (Zit. Joh. 20, 15-16): „,Frau, was weinst du? Wen suchst du?‘ Sie meint, es sei der Gärtner, und spricht zu ihm: ,Herr, hast du ihn weggetragen, so sage mir: Wo hast du ihn hingelegt? Dann will ich ihn holen.‘ Spricht Jesus zu ihr: ,Maria!‘ Da wandte sie sich um und spricht zu ihm auf Hebräisch: ,Rabbuni!‘, das heißt Meister.“ Dieser Dialog ist auch auf der Ikone zwischen der knienden Maria Magdalena und dem in goldene Gewänder gekleideten Christus geschrieben.

Die Ikone befindet sich als Dauerleihgabe im Ikonenmuseum der Stadt Frankfurt am Main.

(Lilli Keiner, 2020)

Last updated: 24.09.2026

Contact

Institution:

Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst

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Die Patene gehört zu einer durch zahlreiche ähnliche Objekte relativ gut bekannten Gruppe liturgischer Gefäße, die vermutlich überwiegend in Konstantinopel gefertigt wurden. Auf dem Rand sind die Einsetzungsworte der byzantinischen Liturgie in sorgfältiger Schrift eingraviert: ΛAB(ETE) ΦAΓETE TOYTO AI(C)TIN TO COMA MO(Y) TO Y(ΠE)P YM(ON) (K)ΛOMAINON IC AΦECCIN AMAPTION AMHN (Nehmt und esst, das ist mein Leib, der für euch hingegeben wurde zur Vergebung der Sünden. Amen). Im Zentrum der dreifigurigen Komposition steht der bärtige Christus auf einem Bema in leichter Ponderation, bekleidet mit Tunika und Pallium. In der Linken hält er ein Evangelienbuch, die Rechte ist segnend vor der Brust erhoben. Das langgestreckte Haupt wird von einem Nimbus mit diagonal eingeschriebenem Kreuz umgeben. Zu beiden Seiten der Beischriftkürzel IC XC für »Iesous Christos«. Auf dem Ehrenplatz zu seiner Rechten steht der hl. Stephanos mit Beischrift O (mit eingeschriebenem A) CTEΦANOC (der hl. Stephanos), jugendlich und bartlos, mit Nimbus und bekleidet mit den Gewändern eines Diakons. Mit der Rechten schwenkt er an einer Kette ein Räuchergefäß, in der Linken hält er vermutlich eine Pyxis. Zur Linken Christi steht Kaiser Konstantin d. Gr., der in Byzanz als Heiliger verehrt wurde und daher vor seiner senkrecht angebrachten Namensbeischrift KONCTANTINOC das Kürzel O mit eingeschriebenem A für »der hl. Konstantinos« führt. Er ist mit dem für die mittelbyzantinische Zeit typischen Kaiserornat bekleidet – dem Sakkos und dem kunstvoll drapierten und reich mit angedeutetem Edelsteinbesatz verzierten Loros. In der Rechten hält er das mit einem Kreuz bekrönte Szepter, in der Linken die Sphaira, ebenfalls mit einem Kreuz. Im Unterschied zu den meist großformatigen, oft mit Stifterinschriften versehenen Silberdiskoi der frühbyzantinischen Zeit waren die eher bescheidenen mittelbyzantinischen Patenen aus Kupferblech wohl Massenproduktion für den Bedarf der zahllosen Kirchen.