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Ikone mit einem Mönchsheiligen

Ident. Nr.: 9639

ObjID: obj:1787229

Details (expert)

Date(s)
verbale Datierung: Mitte 16. Jahrhundert
Systematics/Type
Additional titles
Collection title: Ikone mit einem Mönchsheiligen
Sergios von Radonesch
Geographical references
Entstehungsort stilistisch: Russland
Material / Technique
Temperamalerei auf Holz
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 32,5 x 27 x 4,3 cm

Object Description

Der auf der Ikone dargestellte Heilige trägt ein Epitrachelion, ein schärpenartig um den Hals gelegtes Gewandstück, welches die Priester der Ostkirche bei liturgischen Handlungen trugen. Seine rechte Hand hat er zum Segen erhoben, während seine linke Hand eine Schriftrolle hält. Der Text auf dieser lautet: „Ich bitte Euch Brüder und Faster, festigt den Geist durch Fasten und Beten“. Eine sichere Identifizierung der Person ist aufgrund fehlender Attribute oder Merkmale nicht möglich, allerdings wäre eine Darstellung des hl. Sergius von Radonesch sehr wahrscheinlich. Sergius war einer der beliebtesten russischen Heiligen, der als Abt des von ihm gegründeten und der Dreifaltigkeit gewidmeten Klosters Troiza-Sergieva Lavra (nördlich von Moskau) einen großen Einfluss ausübte.

Die Ikone befindet sich als Dauerleihgabe im Ikonenmuseum der Stadt Frankfurt am Main.

(Lilli Keiner, 2020)

Last updated: 24.09.2026

Contact

Institution:

Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst

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Liturgischer Teller (Patene)

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Die Patene gehört zu einer durch zahlreiche ähnliche Objekte relativ gut bekannten Gruppe liturgischer Gefäße, die vermutlich überwiegend in Konstantinopel gefertigt wurden. Auf dem Rand sind die Einsetzungsworte der byzantinischen Liturgie in sorgfältiger Schrift eingraviert: ΛAB(ETE) ΦAΓETE TOYTO AI(C)TIN TO COMA MO(Y) TO Y(ΠE)P YM(ON) (K)ΛOMAINON IC AΦECCIN AMAPTION AMHN (Nehmt und esst, das ist mein Leib, der für euch hingegeben wurde zur Vergebung der Sünden. Amen). Im Zentrum der dreifigurigen Komposition steht der bärtige Christus auf einem Bema in leichter Ponderation, bekleidet mit Tunika und Pallium. In der Linken hält er ein Evangelienbuch, die Rechte ist segnend vor der Brust erhoben. Das langgestreckte Haupt wird von einem Nimbus mit diagonal eingeschriebenem Kreuz umgeben. Zu beiden Seiten der Beischriftkürzel IC XC für »Iesous Christos«. Auf dem Ehrenplatz zu seiner Rechten steht der hl. Stephanos mit Beischrift O (mit eingeschriebenem A) CTEΦANOC (der hl. Stephanos), jugendlich und bartlos, mit Nimbus und bekleidet mit den Gewändern eines Diakons. Mit der Rechten schwenkt er an einer Kette ein Räuchergefäß, in der Linken hält er vermutlich eine Pyxis. Zur Linken Christi steht Kaiser Konstantin d. Gr., der in Byzanz als Heiliger verehrt wurde und daher vor seiner senkrecht angebrachten Namensbeischrift KONCTANTINOC das Kürzel O mit eingeschriebenem A für »der hl. Konstantinos« führt. Er ist mit dem für die mittelbyzantinische Zeit typischen Kaiserornat bekleidet – dem Sakkos und dem kunstvoll drapierten und reich mit angedeutetem Edelsteinbesatz verzierten Loros. In der Rechten hält er das mit einem Kreuz bekrönte Szepter, in der Linken die Sphaira, ebenfalls mit einem Kreuz. Im Unterschied zu den meist großformatigen, oft mit Stifterinschriften versehenen Silberdiskoi der frühbyzantinischen Zeit waren die eher bescheidenen mittelbyzantinischen Patenen aus Kupferblech wohl Massenproduktion für den Bedarf der zahllosen Kirchen.