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Ikone mit der Auferstehung Jesu Christi

Ident. Nr.: 9637

ObjID: obj:1787235

Details (expert)

Date(s)
verbale Datierung: 17. Jahrhundert
Systematics/Type
Additional titles
Ikone mit der Auferstehung Jesu Christi
Christus in der Vorhölle und Festtagsbilder
Geographical references
Entstehungsort stilistisch: Russland
Material / Technique
Temperamalerei auf Holz
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 35,5 x 30,3 x 4,2 cm (mit Leisten)

Object Description

Im Mittelpunkt der Festtagsikone steht das Osterbild der Ostkirche, die Wiederauferstehung (Anastasis) Christi. Im unteren Teil des Bildes befreit Christus verschiedene Heilige und Propheten aus dem Höllenrachen und führt sie in einem langen Zug dem Himmelstor entgegen, an ihrer Spitze Johannes der Täufer. An der Pforte steht Dismas, einer der Räuber, die mit Jesus gekreuzigt wurden und der diesen um Beistand bat. Ein zweites Mal ist Dismas (oder auch „der gute Schächer“) in der von Flammen umgebenen Gottesstadt oben rechts dargestellt, wo er von Elias und Elisäus begrüßt wird. Am unteren rechten Rand ist eine Szene aus dem Johannesevangelium abgebildet: Jesus offenbart sich nach seiner Auferstehung am See von Tiberias seinen Jüngern, worauf Petrus durch das Wasser zu ihm eilt. Im oberen Teil des Bildes ist der eben auferstandene Christus zu sehen, der auf die Bändigung des Unterweltsfürsten durch einen Engel hinweist. Vom Dach der Höllenpforte beugt sich der hl. Petrus hinunter. Das gesamte Mittelbild gipfelt in einer kleinen Darstellung der Heiligen Dreifaltigkeit.
Das zentrale Auferstehungsbild ist rahmenartig umgeben von weiteren Bildern, welche die Hauptfeste der Ostkirche repräsentieren. Oben links beginnt es mit der Geburt Mariens, es folgen der Tempelgang Mariens, dann das sog. Dreifaltigkeitsbild, Maria Verkündigung und die Geburt Christi. Die Darstellung Christi im Tempel und die Taufe Christi reihen sich in der zweiten Reihe an, sowie der Einzug in Jerusalem und die Verklärung auf dem Berge Tabor in der dritten Reihe. Es folgen die Himmelfahrt Christi und der Tod Mariens, auch als Koimesis bezeichnet. Ganz unten beginnt die Bildreihe mit der Auferweckung des Lazarus, der Enthauptung Johannes des Täufers und der Kreuzigung Christi. Die Darstellung der Himmelfahrt des Elias und die Kreuzerhöhung, ein Fest, welches die Auffindung des Kreuzes Christi am 13./14. September feiert, schließen sich an.

Die Ikone befindet sich als Dauerleihgabe im Ikonenmuseum der Stadt Frankfurt am Main.

(Lilli Keiner, 2020)

Last updated: 29.07.2026

Contact

Institution:

Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst

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