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Heilige des Monats Oktober

Ident. Nr.: 11299

ObjID: obj:1791063

Details (expert)

Date(s)
verbale Datierung: 18. Jahrhundert
Geographical references
Dimensions
Höhe: 34 cm
Breite: 29 cm
Tiefe: 3,7 cm

Object Description

Auf der viergeteilten Kalenderikone sind die jeweiligen Heiligen des Monats Oktober abgebildet. Über den teils einzeln, teils in Gruppen stehenden Heiligen stehen deren Namen sowie in blauen Kreisen das Datum des entsprechenden Festtages. Neben der Darstellung des Festes Maria Schutz und Fürbitte am 1. Oktober sind noch drei weitere Darstellungen zwischen den Heiligen eingefügt, die vermutlich auf weitere Festtage verweisen. In der ersten Reihe ist in einer Auferstehungsszene abgebildet, wie Christus in Begleitung zweier Engel aus dem Grab heraustritt, während die Wächter fassungslos niederstürzen. Interessant hierbei ist, dass nicht wie sonst in der orthodoxen Kirche üblich die Höllenfahrt als Auferstehungsmotiv gewählt wurde. In zweiter Reihe findet sich eine Darstellung des thronenden Christus neben seiner Mutter, in der dritten Reihe folgt eine Szene mit drei Priestern, die soeben auferstandenen Heiligen begegnen.

Die Ikone befindet sich als Dauerleihgabe im Ikonenmuseum der Stadt Frankfurt am Main.

(Lilli Keiner, 2020)

Last updated: 29.07.2026

Contact

Institution:

Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst

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Würfelkapitell mit Palmetten- und Blattornament

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Das Kapitell ist aus der Grundform des Würfels entwickelt und an allen vier Seiten ausgearbeitet. An den vier Schildflächen erscheinen leicht alternierende vegetabile Ornamente im flachen Relief. Es stammt aus dem Benediktinerkloster auf dem Huy, ein in fränkischer Zeit militärisch genutzter Höhenrücken im nördlichen Harzvorland. Von Beginn an stand das Kloster unter dem Schutz der Halberstädter Bischöfe, Burchard I. hatte neben der Marienkapelle auch eine Pfalz errichtet. Die Klosterchronik des 12. Jahrhunderts erwähnt die Fertigstellung des „monasteriums“ noch in der Regierungszeit Abt Alfrieds. Der Kreuzgang, der noch stehende, zweigeschossig gewölbte Bau an der Westseite des Südflügels und möglicherweise auch Gebäude östlich der Kirche können erst nach 1150 fertiggestellt worden sein. Dieser späteren Phase gehört wohl auch das Kapitell an. Im südlichen Abschnitt des Ostflügels hat es noch einen Zweistützenraum mit den bekannten Basen gegeben, in dem dieses Kapitell aufgestellt gewesen sein könnte. Die Bildhauer, die im dritten Viertel des 12. Jahrhunderts zum Ausbau der Huysburger Klausurgebäude herangezogen wurden, haben unter Verwendung des in Sachsen seit dem 11. Jahrhundert üblichen Würfelkapitells, aber auch der korinthischen Ordnung, vor allem durch die ausgeprägte Dreidimensionalität der Formen neue Maßstäbe in der Region gesetzt. Das ornamentale Kapitell ist eng mit der Bauskulptur des nördlichen Harzvorlandes verbunden und man kann davon ausgehen, dass die meisten der auf der Huysburg tätigen Bildhauer in sächsischen Werkstätten ausgebildet wurden und wohl auch an verschiedenen Baustellen der Region tätig waren.(Auszug aus: Tobias Kunz, Bildwerke nördlich der Alpen. 1050 bis 1380. Kritischer Bestandskatalog der Berliner Skulpturensammlung, Petersberg, Michael Imhof Verlag 2014)