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Ikone mit dem Sechstagewerk Gottes Schestodnev

Ident. Nr.: 11305

ObjID: obj:1791256

Details (expert)

Date(s)
verbale Datierung: 18. Jahrhundert
Systematics/Type
Additional titles
Collection title: Ikone mit dem Sechstagewerk Gottes Schestodnev
Sechstagewerk
Triumph Christi
Geographical references
Entstehungsort stilistisch: Russland
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 44,4 x 37,5 x 4 cm

Object Description

Im zentralen Bild der Ikone ist in sechs kleinen Feldern die Erschaffung der Welt durch den weißgekleideten Schöpfer zu sehen. Darunter ist Jesus Christus zwischen den himmlischen Heerscharen und als Weltenrichter abgebildet. Links und rechts des thronenden Christus stehen Fürbittende, angeführt von Maria und Johannes dem Täufer. Unter dieser Darstellung ist in drei kleinen Szenen der Sündenfall geschildert. Ganz unten im Mittelfeld der Ikone sind zwei große Gruppen von Heiligen abgebildet, die sich zu einer Schar von Kindern hinwenden. Diese stehen vermutlich für die unschuldigen Seelen im Paradies. Zu beiden Seiten der zentralen Darstellung sind noch sechs weitere Szenen als Bebilderung der liturgischen Woche abgebildet. Oben sind die Anastasis Christis (Sonntag) und die Versammlung der Erzengel (Montag) wiedergegeben, darunter folgen links die Enthauptung des Täufers (Dienstag) und rechts Maria Verkündigung (Mittwoch). Als letztes sind die Fußwaschung und die Kreuzigung Christi für Donnerstag und Freitag abgebildet. Für den Samstag als Feiertag aller Heiligen stehen die Heiligen im Mittelfeld. Oberhalb des Mittelfeldes werden die Liturgie der Kirchenväter und am unteren Rand ist der Tod des Zarensohnes Demetrius gezeigt. In den vier Ecken des bebilderten Randes sind die vier Evangelisten dargestellt, in den restlichen Bildfeldern stehen weitere russische Heilige.

Die Ikone befindet sich als Dauerleihgabe im Ikonenmuseum der Stadt Frankfurt am Main.

(Lilli Keiner, 2020)

Last updated: 29.07.2026

Contact

Institution:

Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst

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Die vollständig erhaltene Kindertunika besteht aus einem einzigen Gewebestück aus ungefärbtem Leinen. Sie wurde, wie die meisten Tuniken aus dem spätantiken bis früh-islamzeitlichen Ägypten, quer gewebt, das heißt, der Weber oder die Weberin begann und endete mit den Ärmeln. Vorder- und Rückenteil mit den typischen parallelen Zierstreifen (clavi) lagen folglich bei der Herstellung horizontal auf dem Webstuhl, der Halsschlitz dagegen senkrecht. Für die Herstellung dieser Kindertunika war eine Webstuhlbreite von mindestens 131 cm erforderlich, was der doppelten Länge der Tunika entspricht. Alle Dekorelemente, die Ärmelstreifen, die beiden clavi sowie die Hals- und Nackenborte, sind direkt in das Grundgewebe eingewirkt worden. Die farbigen Wollfäden sind in den Ärmelstreifen völlig und in den übrigen Wirkereien zum Teil ausgefallen. Auch der Halsschlitz in der Mitte des Gewebes entstand bereits während des Webvorgangs. In diesem Bereich kehrten die Schussfäden beidseitig um, wodurch man einen geraden Spalt erhielt. Die fertig gewebte Tunika hatte die Form eines großen Kreuzes. Nach der Abnahme vom Webstuhl musste sie um 90 Grad gedreht und in der Horizontalachse gefaltet werden. Die Seiten und Ärmel waren ursprünglich bis auf einen Bewegungsschlitz unter den Achseln geschlossen. Heute sind die Nähte gelöst, Spuren von Einstichlöchern und Nähgarnreste sind noch erkennbar. Die Ärmel wurden zum Handgelenk hin etwas schmaler. Dafür schlug man die Längsseiten schräg nach innen ein. Eine kleine Stopfstelle in der Mitte des Vorder- bzw. Rückenteils beweist, dass Kleidung mit großer Sorgfalt behandelt wurde, so dass sie lange getragen werden konnte.Die clavi und Ärmelstreifen sind mit jeweils einer Reihe herzförmiger roter Blätter in heller Umrandung auf grünem Grund verziert. Jede Reihe endet mit länglichen halben Ovalen. In den Zwickeln sind kleine rote Punkte zu erkennen. Die herzförmigen Blätter kehren im doppelten Zierstreifen an der Halsöffnung, diesmal jedoch liegend, wieder. Darunter setzt eine Bogenreihe an. Die Flächen zwischen den Säulen mit verdickten Enden als Basis sind mit roten, dunkelvioletten und gelben gestielten Blättern mit heller Binnenzeichnung gefüllt.Ein wellenförmiges Randmotiv, das gemeinhin als „laufender Hund“ bezeichnet wird, verläuft zu beiden Seiten der clavi und Ärmelstreifen sowie an der oberen Kante der Zierstreifen an der Halsöffnung. Diese Kante ist zusätzlich mit einer geflochtenen, rot-weißen Schnur eingefasst.Veröffentlichung: C. Fluck / K. Finneiser, Kindheit am Nil, Berlin 2009, S. 12-13, Nr. 1(Cäcilia Fluck 2017)