Logo

Ikone mit der Auferstehung Christi

Ident. Nr.: 11344

ObjID: obj:1792918

Details (expert)

Date(s)
verbale Datierung: 17. Jahrhundert
Systematics/Type
Additional titles
Collection title: Ikone mit der Auferstehung Christi
Höllenfahrt Christi
Geographical references
Entstehungsort stilistisch: Russland
Material / Technique
Temperamalerei auf Holz
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 35,7 x 29 x 3,8 cm

Object Description

Jesus Christus steht, umgeben von einem Kreis des Himmelsglobus, mit den Füßen auf den zerbrochenen Toren der Hölle. Mit der rechten Hand holt er Adam aus der Unterwelt, auf der linken Seite wartet auch Eva auf ihre Erlösung. Christus ist hauptsächlich von Propheten des Alten Testaments umgeben. Auf der linken Seite sind David und Salomo zu sehen, die in Anerkennung ihrer Königswürde Kronen tragen. Hinter ihnen stehen der Prophet Daniel und Johannes der Täufer. Auf der rechten Seite führt Moses eine Gruppe von Heiligen an. Im Hintergrund ist eine Felslandschaft erkennbar.
Die „Anastasis Christis“ ist das wichtigste Osterbild in der orthodoxen Kirche. Vor seiner Wiederauferstehung, so die Erzählung in apokryphen Schriften, befreite Christus die Seelen der guten Menschen aus der Unterwelt.

Die Ikone befindet sich als Dauerleihgabe im Ikonenmuseum der Stadt Frankfurt am Main.

(Lilli Keiner, 2020)

Last updated: 15.10.2026

Contact

Institution:

Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst

Additional items from the collections

Allegorie des Wahnsinns

Allegorie des Wahnsinns

Die auf einem Segmentbogen lagernde Aktfigur eines kahlköpfigen, finster dreinblickenden Mannes scheint in einem Anfall von Wut mit weit geöffnetem Mund zu brüllen. Aufgrund seines unberechenbaren Temperaments sind die Hände an den Gelenken miteinander verkettet. Nicht nur der sanft geschwungene Giebel, auch die Komposition der darauf ausgestreckten Figur erinnert an Michelangelos lagernde, die Zeiten des Tages symbolisierende Gottheiten aus der Medici-Kapelle in San Lorenzo in Florenz. Insbesondere das Motiv des sich auf dem Unterarm stützenden Armes, der die Aufrichtung des Oberkörpers erlaubt, ist Michelangelos Figur des „Abends“ entlehnt.Das bei seiner Erwerbung 1908 zunächst noch Pietro Tacca (1577-1640) zugeschriebene Modell konnte inzwischen mit überzeugenden Argumenten dem dänischen und überwiegend in England tätigen Bildhauer Caius Gabriel Cibber zugewiesen werden. Die hier dargestelte Allegorie des Wahnsinns ist das Pendant zur Liegefigur der Melancholie, die der Bildhauer als Giebelfiguren für das Hauptportal des Royal Bethlem Hospitals in Moorfields schuf. Das 1247 in Bedlam, vor den Toren Londons gegründete Hospital war seit dem Ende des 14. Jahrhunderts ein Heim für Geisteskranke. Als die Stadt 1666 einem Brand weitgehend zum Opfer fiel, ließ man zwischen 1674 bis 1676 einen Neubau nach den Plänen des Architekten Robert Hooke (1635-1703) außerhalb der Stadt in Moorfields errichten, wofür Cibber schließlich die beiden lebensgroßen Liegefiguren in Stein schuf. Bei dem hier ausgestellten Werk handelt es sich um einen ersten künstlerischen Entwurf des Künstlers.