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Ecce Homo

Ident. Nr.: 2385

ObjID: obj:1835560

Details (expert)

Date(s)
Anfang 16. Jahrhundert
Systematics/Type
Geographical references
Entstehungsort stilistisch: Venedig
Material / Technique
Messing
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 28,3 x 21,7 x 5 cm (Relief)
Höhe x Breite x Tiefe: 39,6 x 33,3 x 7,2 cm (Rahmenmaß)

Object Description

Die Bronzetafel zeigt den Gottessohn als Schmerzensmann, nach der Kreuzigung seine Wundmale vorweisend, zusammen mit zwei Engeln, welche die Leidenswerkzeuge: die Lanze, den Stab mit dem Essigschwamm und die geißeln halten. Die Figuren stehen fast freiplastisch auf einer schmalen, durchgehenden Konsole, die wie ein geschnitztes Maßwerk ornamental durchbrochen ist. Hinter der Figur des Erlösers ragt ein Kreuz auf, das auf einem Schriftband die von Pilatus veranlasste lateinische Inschrift INRI, die Abkürzung für ‚Jesus aus Nazareth, König der Juden’, trägt.
Typologisch ist das Relief ungewöhnlich, denn üblicherweise werden die Engel mit den Leidenswerkzeugen in der Szene der Kreuzabnahme dargestellt, wo sie den Leichnam stützen.

Last updated: 29.07.2026

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Institution:

Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst

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Liturgischer Teller (Patene)

Liturgischer Teller (Patene)

Die Patene gehört zu einer durch zahlreiche ähnliche Objekte relativ gut bekannten Gruppe liturgischer Gefäße, die vermutlich überwiegend in Konstantinopel gefertigt wurden. Auf dem Rand sind die Einsetzungsworte der byzantinischen Liturgie in sorgfältiger Schrift eingraviert: ΛAB(ETE) ΦAΓETE TOYTO AI(C)TIN TO COMA MO(Y) TO Y(ΠE)P YM(ON) (K)ΛOMAINON IC AΦECCIN AMAPTION AMHN (Nehmt und esst, das ist mein Leib, der für euch hingegeben wurde zur Vergebung der Sünden. Amen). Im Zentrum der dreifigurigen Komposition steht der bärtige Christus auf einem Bema in leichter Ponderation, bekleidet mit Tunika und Pallium. In der Linken hält er ein Evangelienbuch, die Rechte ist segnend vor der Brust erhoben. Das langgestreckte Haupt wird von einem Nimbus mit diagonal eingeschriebenem Kreuz umgeben. Zu beiden Seiten der Beischriftkürzel IC XC für »Iesous Christos«. Auf dem Ehrenplatz zu seiner Rechten steht der hl. Stephanos mit Beischrift O (mit eingeschriebenem A) CTEΦANOC (der hl. Stephanos), jugendlich und bartlos, mit Nimbus und bekleidet mit den Gewändern eines Diakons. Mit der Rechten schwenkt er an einer Kette ein Räuchergefäß, in der Linken hält er vermutlich eine Pyxis. Zur Linken Christi steht Kaiser Konstantin d. Gr., der in Byzanz als Heiliger verehrt wurde und daher vor seiner senkrecht angebrachten Namensbeischrift KONCTANTINOC das Kürzel O mit eingeschriebenem A für »der hl. Konstantinos« führt. Er ist mit dem für die mittelbyzantinische Zeit typischen Kaiserornat bekleidet – dem Sakkos und dem kunstvoll drapierten und reich mit angedeutetem Edelsteinbesatz verzierten Loros. In der Rechten hält er das mit einem Kreuz bekrönte Szepter, in der Linken die Sphaira, ebenfalls mit einem Kreuz. Im Unterschied zu den meist großformatigen, oft mit Stifterinschriften versehenen Silberdiskoi der frühbyzantinischen Zeit waren die eher bescheidenen mittelbyzantinischen Patenen aus Kupferblech wohl Massenproduktion für den Bedarf der zahllosen Kirchen.