Logo

Ident. Nr.: I. 597

ObjID: obj:1838727

Details (expert)

Date(s)
14. Jahrhundert
Datierung engl.: 14th century
Geographical references
Herkunft (Allgemein): Iran,
Land
Dimensions
Höhe: 12 cm
Durchmesser: 23,6 cm
Gewicht: 1175 g

Object Description

Getriebenes Becken aus einer Kupferlegierung mit graviertem/ziseliertem Dekor; geschwärzt und ehemals tauschiert. Seine breite Wandung wird von einem Flechtband in vier Medaillons und vier Inschriftenkartuschen gegliedert, deren Buchstaben auf zweizeiligen Spiralranken liegen. Die Medaillons zeigen figürliche Szenen, die mit Reitern und Fürsten das höfische Leben beschreiben. Den tiefen Bauch umgibt ein Kranz von in den Boden reichenden, dreipassartig spitz zulaufenden Blattformen. Im Gefäßinnern sind Fische in zwei Kreisen um das Zentrum angeordnet. Das Becken hat einen flachgewölbten Boden, der mit einer leichten Ausbauchung in die zum abgesetzten Rand einziehende Wandung übergeht.
Für die schwarze Masse liegen noch keine Analysen vor, sodass unklar ist, ob es sich um Niello handelt, eine Kombination von Silber, Blei, Kupfer und teilweise auch Schwefel.

Last updated: 30.07.2026

Contact

Institution:

Museum für Islamische Kunst

Additional items from the collections

(Iranische Anthologie für Timuriden-Prinz Baisunqur, Sohn von Schahrukh): Dschamschid lehrt Schneider und Schmiede

(Iranische Anthologie für Timuriden-Prinz Baisunqur, Sohn von Schahrukh): Dschamschid lehrt Schneider und Schmiede

Text im Hauptfeld: Firdausi, Schahname, Geschichte von König Dschamschid, der das Handwerk des Schneiders und das des Eisenschmieds lehrt; Text am Rand: aus Maulana Kamal al-din, Divan, Gedichte.Kustode überschnitten.Bild nahezu quadratisch über ganze Hauptfläche und über den Rand nach rechts oben und unten beidseitig des Trenndreiecks ausgeweitet.Miniatur: im Hauptfeld füllt sie schmale Goldleisten-Rahmen ganz aus, am Rand überdeckt sie Rahmen meist. Ein kräftig blauer Himmel, in den sich ein alter Baum gewunden erhebt, kontrastiert mit der hellen, eintönig mit Reihen grüner Grasbüschel besetzten Landschaft und balanciert die überwiegend dunkel gehaltene Gruppe von fünf Männern. Der König sitzt mit angezogenem Knie mit Polster und Kissen hoch auf dreiseitig umschlossenem Thron, dessen Stützen mit Vorhang verdeckt sind und hinter dem sich zwei Höflinge mit Mütze bzw. Turban bereithalten. Er gebietet zwei Handwerkern Einzelheiten ihrer Berufe – Zuschneiden, Hämmern auf dem Amboss mit Lederschürze, daneben die Lehmofen-Esse mit Blasebalg. Himmelsblau abweichend, vermutlich nachträglich übermalt, Gesicht des Königs beschädigt, die übrigen wohl weitgehend ergänzt.Randillumination: in größerem Dreieck symmetrisches Blumen-Arrangement in Gold mit Päonien und Rosette, in kleineren Dreiecken je ein Blatt- und Blumenbouquet gegenständig zur gegenüberliegenden Seite.