Logo

Ident. Nr.: I. 3575

ObjID: obj:1838729

Details (expert)

Date(s)
12. Jahrhundert
Datierung engl.: 12th century
Geographical references
Herkunft (Allgemein): Iran,
Land
Herkunft (Allgemein): Afghanistan,
Land
Dimensions
Höhe: 14 cm
Durchmesser: 51 cm
Gewicht: 1940 g

Object Description

Getriebenes Becken aus einer Kupferlegierung mit graviertem/ziseliertem und geschwärztem Dekor. Charakteristisches Merkmal dieses Beckens ist der sechzehnfach gezackte Rand. Die Wandung des eher flachen Beckens ist entsprechend eingezogen, wobei jedes der sechzehn Zackenfelder eine Inschrift trägt, regelmäßig unterbrochen von Nischen mit Rankenwerk. Der Körper ist bauchig und schwingt zum Rand leicht ein. Die Mitte des Bodens ist durch eine achtblättrige Rosette in einem komplizierten geometrischen Flechtornament betont, dessen dreieckige Flächen mit vegetabilen Motiven gefüllt sind. Dieses zentrale Feld wird von einem Inschriftenband umschlossen und schließt mit einem Tropfenband ab.
Becken dieser Form sind ab dem 12 Jahrhundert in Afghanistan und Iran geläufig. Ab dem Ende des 13. Jahrhunderts sind sie auch im Nordirak bzw. Westiran verbreitet. Die Gestaltung dieser Prestigeobjekte diente der Repräsentation am Hof.

Last updated: 30.07.2026

Contact

Institution:

Museum für Islamische Kunst

Additional items from the collections

(Iranische Anthologie für Timuriden-Prinz Baisunqur, Sohn von Schahrukh): Dschamschid lehrt Schneider und Schmiede

(Iranische Anthologie für Timuriden-Prinz Baisunqur, Sohn von Schahrukh): Dschamschid lehrt Schneider und Schmiede

Text im Hauptfeld: Firdausi, Schahname, Geschichte von König Dschamschid, der das Handwerk des Schneiders und das des Eisenschmieds lehrt; Text am Rand: aus Maulana Kamal al-din, Divan, Gedichte.Kustode überschnitten.Bild nahezu quadratisch über ganze Hauptfläche und über den Rand nach rechts oben und unten beidseitig des Trenndreiecks ausgeweitet.Miniatur: im Hauptfeld füllt sie schmale Goldleisten-Rahmen ganz aus, am Rand überdeckt sie Rahmen meist. Ein kräftig blauer Himmel, in den sich ein alter Baum gewunden erhebt, kontrastiert mit der hellen, eintönig mit Reihen grüner Grasbüschel besetzten Landschaft und balanciert die überwiegend dunkel gehaltene Gruppe von fünf Männern. Der König sitzt mit angezogenem Knie mit Polster und Kissen hoch auf dreiseitig umschlossenem Thron, dessen Stützen mit Vorhang verdeckt sind und hinter dem sich zwei Höflinge mit Mütze bzw. Turban bereithalten. Er gebietet zwei Handwerkern Einzelheiten ihrer Berufe – Zuschneiden, Hämmern auf dem Amboss mit Lederschürze, daneben die Lehmofen-Esse mit Blasebalg. Himmelsblau abweichend, vermutlich nachträglich übermalt, Gesicht des Königs beschädigt, die übrigen wohl weitgehend ergänzt.Randillumination: in größerem Dreieck symmetrisches Blumen-Arrangement in Gold mit Päonien und Rosette, in kleineren Dreiecken je ein Blatt- und Blumenbouquet gegenständig zur gegenüberliegenden Seite.