Logo

Der Flötenspieler

Ident. Nr.: KFMV.291

ObjID: obj:1850202

Eigentum des Kaiser Friedrich Museumsvereins

Details (expert)

Creator/Entity
Ausführung: Dirck van Baburen (1592/93 - 1624),
Maler*in
Date(s)
Ausführung: 1615/24
Systematics/Type
Additional titles
Collection title: Der Flötenspieler
Translation: The Flute Player
Geographical references
Entstehungsort stilistisch: Niederlande,
Land
Material / Technique
Leinwand
Dimensions
Bildmaß: 71 x 55,4 cm
Acquisition
2000 Ankauf mit der Sammlung Moritz und Wolf Gregor, München

Object Description

Gekleidet in ein Kostüm mit leuchtend gelben Ärmeln blickt der junge Flötenspieler den Betrachtenden an. Er hat die Querflöte gegen die Lippen gesetzt und scheint mitten im Spiel. Seine Kleidung, insbesondere die extravagante weiße Feder an seinem Barett, sticht hervor - es handelt sich dabei nicht um zeitgenössische Alltagskleidung. Baburens musizierender Jüngling personifiziert möglicherweise das "Gehör", als Teil des zu jener Zeit vielfach dargestellten Themenkreises der "Fünf Sinne". Das ausgeprägte Helldunkel des Gemäldes geht auf das Vorbild des Italieners Caravaggio zurück. Baburen, der sich von etwa 1612-1620 in Rom aufhielt, war mit dessen Malweise vertraut. Er war, neben Hendrick ter Brugghen und Gerrit van Honthorst, ein Hauptvertreter des sogenannten Utrechter Caravaggismus.

SIGNATUR / INSCHRIFT oben rechts: Baburen fecit / Anno 162(1?)

Last updated: 30.07.2026

Contact

Institution:

Gemäldegalerie

Additional items from the collections

Maria mit dem Kind und singenden Engeln (Raczyński Tondo)

Maria mit dem Kind und singenden Engeln (Raczyński Tondo)

Möglicherweise gehörte das Rundbild den Brüdern von S. Francesco in Florenz. Maria wird als Himmelskönigin mit einer Krone ausgezeichnet, zugleich ist sie mitleidende Mutter des zum Opfer bestimmten Christusknaben. Er greift nach ihrer Brust. Die nährende Maria galt den Theologen als Mutter aller Menschen und als Heilsspenderin. Singende Engel preisen sie, Lilien als Reinheitssymbole in den Händen. Wie man in Antlitz und Gestalt Marias immer auch das Ideal irdischer Frauenschönheit suchte, so kann man in den Engeln die Verkörperung jugendlich-harmonischen Ebenmaßes sehen. Botticelli meisterte das anspruchsvolle Format mit einer durchdachten Bildordnung, die das Rund der Begrenzung aufnimmt: Im Mittelpunkt vielfach kreisender Bewegung thront die Madonna.| Prestel-Museumsführer - Gemäldegalerie Berlin, 2017_______________________________________________________It is possible that this circular picture used to belong to the Brothers of S. Francesco in Florence. Mary is identified as the Queen of Heaven by a crown, but at thesame time she is the mother of the boy Christ, who is marked out for sacrifice. He is reaching for her breast. Theologians saw Mary as the giver of nourishment, asthe mother of all mankind, and of salvation. Singing angels are praising her, with lilies in their hands as symbols of purity. Just as the ideal of earthly female beautywas always sought in the face and form of Mary, in the same way the angels can be seen as embodying youthful harmony. Botticelli mastered this demanding formatwith a calculated pictorial order that takes up the circular border: the Madonna is enthroned at the centre of a multiple encircling movement.| Prestel Museum Guides - Gemäldegalerie Berlin, 2017