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Ident. Nr.: I B 13348

ObjID: obj:187905

Details (expert)

Creator/Entity
Jörg Drechsel (1976),
Sammler*in
Systematics/Type
Geographical references
Material / Technique
Seide; Goldfaden; Perle
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 50 x 10 x 2 cm B: (Dreiecksgrundseite)

Object Description

Dreiecksamulett, bestickte Seide, mit Goldfaden umsponnene Schnur.
An der grundseite des Dreiecks hängen drei Troddeln (die beiden äußeren aus purpurnem, die mittlere aus violettem Seidengarn), an denen je zwei weitere Troddeln hängen (zwei davon aus rostrotem, zwei aus violettem, eine aus purpurnen und eine aus grünem Seidengarn). jede Troddel hängt an einem Knoten aus mit Goldfaden umwickelter Schnur.
Das Amulett hängt an der Dreiecksspitze an einer 33cm langen Schnur aus roter und grüner Seide mit zwei roten und einer goldenen Perle.
Das Dreieck ist mit buntem Seidengarn mit Kreuzstich bestickt.

Last updated: 30.07.2026

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Institution:

Ethnologisches Museum

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樹皮衣

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Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.