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Ident. Nr.: I B 13208

ObjID: obj:188695

Details (expert)

Creator/Entity
Jörg Drechsel (1976),
Sammler*in
Systematics/Type
Geographical references
Afghanistan,
Land/Region
Kirgisen,
Ethnie
Material / Technique
Filz, Baumwolle
Dimensions
Höhe x Breite: 183 x 420 cm (B: unten)
Breite: 320 cm (oben)

Object Description

Jurtentrennwand
Heller Filz, teilweise gestückelt, mit Applikationen aus rotem und schwarzem Baumwollstoff. Die Ränder der applizierten Muster sind verdeckt mit schwarzer bzw. mattroter Kordel (2 Kordelstücke derselben Farbe eng nebeneinander aufgenäht, durch entgegengesetzte Drehrichtung der Kordel Zöpfchenwirkung). Mittelfeld mit 3 Rhomben an 3 Seiten von einer Bordüre umgeben; der unterste Filzstreifen ohne Verzierung. Oberer und seitliche Ränder mit rostroter Borte (Technik: Kreuzen von Kettfadenschlingen und Befestigung mit dem Schussfaden am Filzrand).
Anm: vgl. Dorit Berger: Kirgisische Yurten, in: Dt. Textilforum 1/1982, S. 19, rechte Spalte, 3. Absatz. Danach könnte es sich eher um eines von zwei großen trapezförmigen Filzstücken handeln, die das Jurtendach bedecken und auf der Außenseite mit bunten Motiven geschmückt sind.

Last updated: 30.07.2026

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Institution:

Ethnologisches Museum

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樹皮衣

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Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.