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Tiger

Ident. Nr.: 2009-209

ObjID: obj:1887565

Details (expert)

Involved
Rhee Wonsan 李元粲 (18. Jahrhundert),
Maler*in
Dating
Joseon-Dynastie
18./19. Jh.
Geographical references
Korea,
Land
Dimensions
Bildmaß: 118,5 x 53,8 cm
Objektmaß: cm

Object Description

Die possierliche Haltung, die großen Kulleraugen und die ornamental aufgefasste Darstellung des Felles mit parallelen Streifen und einer kreisförmigen weißen Zeichnung am Schwanzende weisen diese Tigerdarstellung als ein koreanisches Werk aus. Bilder von Tigern spielen in der koreanischen Kunst eine bedeutende Rolle und waren sowohl in der Populär- wie auch in der Literatenkultur beliebt. Ihnen wird einerseits eine Schutzfunktion beigemessen, andererseits gelten sie als Zeichen von Tapferkeit und Autorität. Der Tiger ist zudem das erste Tier im ostasiatischen Tierkreis. Der fast verschmitzte Ausdruck und die insgesamt humorvolle Wiedergabe der Raubkatze legen den Gedanken nahe, dass das Bild zwischen den frühen Tigerdarstellungen, die das Tier eher von seiner bedrohlichen Seite zeigen, und den späten, volkstümlicheren, skurril abstrahierten Versionen zu verorten ist.
Die Aufschrift auf dem Aufbewahrungskasten ordnet den Maler in die Gruppe der in der Stadt Nagasaki tätigen Maler ein, die Siegel lassen sich aber eindeutig einem koreanischen Maler zuordnen. Vom 17. bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts, als Japan den Kontakt mit der Außenwelt eingeschränkt hatte, befanden sich in Nagasaki chinesische und niederländische Handelsniederlassungen. Waren und Informationen aus dem Ausland zogen viele japanische Maler an, welche die als exotisch empfundenen Stile kopierten. Möglicherweise wurde auch dieses Tigerbild über Nagasaki nach Japan importiert.

Last updated: 15.12.2025

Contact

Institution:

Museum für Asiatische Kunst

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