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Ident. Nr.: I B 2036

ObjID: obj:188797

Details (expert)

Creator/Entity
Robert Shaw (1876/1877),
Sammler*in
Systematics/Type
Material / Technique
Wolle, Stickerei, Knüpfarbeit
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 23,5 x 29 x 29 cm
Umfang: 65 cm
Gewicht: < 2 kg

Object Description

Derwisch-Kappe (Kaländar Kulasi)
Material der Kappe: Wolltuch, Filz, Baumwollstoff; Material der Verzierung: Garn, gemischt aus Schafwolle und Kamelhaar. Besonderheit: Zierrand aus büschelweise durchzogener Wolle.
Je ein Außtenteil wurde mit je einem Innenteil zusammengelegt und bestickt. Die unteren Kanten sind mit dem Randstreifen eingefasst, der außen und innen mit Saumstichen befestigt ist. Die Stickerei wurde in Platt und Spaltstichen ausgeführt. Für den Zierrand bohrte man Rand, Tuch und Filz zusammen mit einer Ahle durch. Vermutlich mit einer dicken Nadel wurden Wollfäden durch die Löcher gezogen, bis sie Büschel bildeten. Ein- und Ausstich liegen auf der Außenseite. Die Bündel sind nicht befestigt, so dass sie sich herausziehen lassen.
Veröffentlicht in "Mützen aus Zentralasien und Persien", Abb. 89.

Anmerkung auf der alten Karte: derviche de l'ordre fondé par Qalender Youcouf Endelouci, Arabe originaire d'Espagne (Bugé). Kulah = chapeau.

Last updated: 03.07.2026

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Institution:

Ethnologisches Museum

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樹皮衣

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Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.