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Ident. Nr.: I. 593

ObjID: obj:1909944

Details (expert)

Date(s)
13./14. Jahrhundert
Datierung engl.: 13th - 14th century
Geographical references
Herkunft (Allgemein): Iran,
Land
Dimensions
Höhe: 13 cm
Durchmesser: 25 cm
Gewicht: 1036 g

Object Description

Getriebenes Becken aus einer Kupferlegierung mit graviertem/ziseliertem und ehemals silbertauschiertem Dekor; geschwärzt. Das Wasserbecken weist einen leicht gewölbten Boden auf, der über eine tiefsitzende Ausbauchung in die zum abgesetzten Rand regelmäßig einziehende Wandung übergeht. Der Hauptfries auf der Beckenwandung wird durch ein Flechtband gebildet, das vier achtpassige Medaillons beschreibt. Diese sind achsensymmetrisch aufgebaut und zeigen jeweils eine Blütenstaude, auf der ein Vogelpaar sitzt. Zwischen den Medaillons läuft eine Inschrift im Ṯuluṯ-Duktus auf einer zweizeiligen Spiralranke. Diese ist einem unbekannten Herrscher gewidmet. Der Abschluss des Hauptfrieses zum Beckenboden wird durch eine Bogenfolge bestimmt, aus denen heraus ein Flechtband ein System aus Rauten- und Blütenformen bildet. Diese sind mit Enten und vegetabilen Motiven gefüllt. Auf dem Boden ist ein Stempel mit Besitzervermerk erkennbar.
Die vielen Details des Dekors – das Flechtband, die Inschrift, vegetabile Motive und die Vögel – sind vermutlich tauschiert gewesen, doch ist die Tauschierung herausgefallen.
Bei der Dekortechnik des Tauschierens werden dünne Metalldrähte, z.B. aus Silber, Kupfer oder auch Gold, in vorgegebenen Mustern in das zu verzierende Objekt eingehämmert.

Last updated: 04.03.2026

Contact

Institution:

Museum für Islamische Kunst

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Text im Hauptfeld: Firdausi, Schahname, Geschichte von König Dschamschid, der das Handwerk des Schneiders und das des Eisenschmieds lehrt; Text am Rand: aus Maulana Kamal al-din, Divan, Gedichte.Kustode überschnitten.Bild nahezu quadratisch über ganze Hauptfläche und über den Rand nach rechts oben und unten beidseitig des Trenndreiecks ausgeweitet.Miniatur: im Hauptfeld füllt sie schmale Goldleisten-Rahmen ganz aus, am Rand überdeckt sie Rahmen meist. Ein kräftig blauer Himmel, in den sich ein alter Baum gewunden erhebt, kontrastiert mit der hellen, eintönig mit Reihen grüner Grasbüschel besetzten Landschaft und balanciert die überwiegend dunkel gehaltene Gruppe von fünf Männern. Der König sitzt mit angezogenem Knie mit Polster und Kissen hoch auf dreiseitig umschlossenem Thron, dessen Stützen mit Vorhang verdeckt sind und hinter dem sich zwei Höflinge mit Mütze bzw. Turban bereithalten. Er gebietet zwei Handwerkern Einzelheiten ihrer Berufe – Zuschneiden, Hämmern auf dem Amboss mit Lederschürze, daneben die Lehmofen-Esse mit Blasebalg. Himmelsblau abweichend, vermutlich nachträglich übermalt, Gesicht des Königs beschädigt, die übrigen wohl weitgehend ergänzt.Randillumination: in größerem Dreieck symmetrisches Blumen-Arrangement in Gold mit Päonien und Rosette, in kleineren Dreiecken je ein Blatt- und Blumenbouquet gegenständig zur gegenüberliegenden Seite.