Logo

gumbri (gimbri)

Ident. Nr.: III B 997

ObjID: obj:195817

Details (expert)

Creator/Entity
Max von Quedenfeldt (1851 - 18.9.1891),
Sammler*in
Systematics/Type
Geographical references
Algerien,
Land/Region
Araber,
Ethnie
Material / Technique
Kokosnuss, Fischhaut, Holz
Dimensions
Länge x Breite x Höhe: 51,3 x 11,6 x 67 cm

Object Description

Als Korpus eine halbierte Kokosnußschale mit einer angeleimten Fischhautmembran. Als Saitenträger ein plankonvexer Holzstab mit einem an Umfang stark reduzierten Spießfortsatz. Das ,Griffbrett“ und die Korpusmembran liegen in einer Ebene. Eine nach hinten abgeknickte, angeleimte Wirbelhalterplatte mit zwei quirlständig angeordneten, hinterständigen Holzwirbeln, die einen an europäischen Vorbildern orientierten Wirbelkopf tragen (einer abgebrochen). An der Wirbelplatte ein angeschnitzter, perforierter Fortsatz. Nur eine Saite aus sehr dünn gedrehtem tierischem Gewebe vollständig erhalten. Sie ist in der Wirbelspitze vor den Umwicklungen durch eine Perforation geführt. Acht kleine, runde Deckenperforationen in symmetrischer Anordnung.
aus Ulrich Wegner: Afrikanische Saiteninstrumente, Staatliche Museen Berlin – SPK, 1984 (Anhang Objektkatalog)

Last updated: 24.09.2026

Contact

Institution:

Ethnologisches Museum

Additional items from the collections

樹皮衣

樹皮衣

Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.