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Robe à l'anglaise mit bedrucktem Überkleid

Ident. Nr.: 2003,KR 61 a,b

ObjID: obj:1965066

Details (expert)

Dating
um 1780
Geographical references
Dimensions
Länge: Manteau VL.130 cm; RL. 167 cm cm
Länge: Rock VL/RL 89 cm

Object Description

Die Vorliebe des späten 18. Jahrhunderts für leichte Gewebe in pastelligen Tönen kommt in dieser "robe a l'anglaise" zum Ausdruck. Ihr "manteau" aus fein gestreiftem Baumwollmusselin ist mit aufsteigenden, sich kreuzenden Ranken bedruckt. Es sind korallenartige Äste, aus denen an zarten Zweigen Blüten und Blätter wachsen, die sich über das ganze Gewebe ausbreiten. Das Oberteil endet vorn und im Rücken in einer tief herabgezogenen Schneppe, der Rücken ist mit zwei Fischbeinstäbchen verstärkt, und der Rock ist ringsum angesetzt. Durch das zarte Weiß des Oberteils schimmert der unterlegte roséfarbene Seidentaft aus dem auch die "jupe" gefertigt ist. Sie ist mit einer umlaufenden Zackenborte besetzt. Im weiten, herzförmig ausgeschnittenen Dekolleté, das in der vordern Mitte mit Bindebändchen reguliert werden kann, wurde ein hoch drapiertes Fichutuch getragen. ChrW

Last updated: 15.12.2025

Contact

Institution:

Kunstgewerbemuseum

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Pokal mit Genien und Schraubfuß

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Pokal aus farblosem Glas, der Fuß ist separat gefertigt und kann mittels eines tiefgeschnittenen Gewindes in den massiven Schaft eingeschraubt werden. Er ist am Fußrand mit umlaufenden Bögen in Schälschliff sowie einem versenkten und mattierten Spitzblattdekor verziert. Der Baluster des Massivschafts trägt einen Rundbogenfries, der Ansatz der becherförmigen, hohen Kuppa wiederholt den Spitzblattdekor, am Mündungsrand finden sich erneut Bögen in Schälschliff. Auf der Kuppawandung ist umlaufend in Tiefschnitt ein Reigen aus musizierenden Kinderbacchanten dargestellt. Aufgrund der fortgeschrittenen Glaskrankheit des oberen Pokalteils sind sie trotz des tief reliefierten Schnitts nur bei genauer Betrachtung erkennbar, feine Details wie die Gesichtszüge und dekorative Blumen oder Früchte verschwinden nahezu in dem Weiß. Ein Teil des Gewindes am Schaftende ist bereits weggebrochen. Der Fuß weist lediglich beginnende Zeichen der Glaskrankheit auf. Die Kombination aus Sujet und Dekorelementen auf dem Pokal spricht für eine Zuschreibung an die Werkstatt Gottfried Spillers (um 1663–vor 1728) und dürfte in die frühen Jahre des 18. Jahrhunderts datieren. Pokale aus zwei verschraubten Teilen gehören zu den seltensten Erzeugnissen der barocken Glaskunst. Man nimmt einerseits an, dass sie wegen ihrer raumsparenden Transportmöglichkeit geschätzt waren. Zum anderen rief sicherlich die technische Virtuosität ihrer Herstellung Bewunderung und Anerkennung hervor und brachte dem Eigentümer Prestige. Dieser Pokal ist der einzig überlieferte, der zweifelsfrei der Potsdamer Glashütte zugeschrieben werden kann. Ungewöhnlich ist hier, dass die Verschraubung nicht direkt unterhalb der Kuppa, sondern am Fuß positioniert ist (Dank an Wieland Kramer für diesen freundlichen Hinweis): Es ist gut denkbar, dass der Fuß nachträglich ergänzt wurde, indem einem Pokal mit Steckverbindung – ähnlich einem anderen Pokal im Bestand des KGM (Inv.-Nr. O-1964,46) – ein Gewinde eingeschliffen wurde. [Verena Wasmuth]MAKR