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Ohne Titel (Kalenderblatt)

Ident. Nr.: NG-FCFC 234/14

ObjID: obj:2008444

n/a

Details (expert)

Involved
Paul Klee (1879 - 1940),
Zeichner*in
Dating
Herstellung: 1913
Additional titles
Collection title: Ohne Titel (Kalenderblatt)
Translation: Untitled (page from a calendar)
Dimensions
Höhe x Breite: Zeichnung 7,2 x 7,6 cm
Höhe x Breite: Blatt 12 x 8,8 cm

Object Description

In buchhalterischen Angelegenheiten war Klee sehr gewissenhaft. Von 1898 bis 1918 führte er ein Tagebuch, das er in den Folgejahren so lange überarbeitete, bis es seinen Ansprüchen genügte. 1911 kam ein Verzeichnis seiner Werke hinzu, die er mit einem ausgeklügelten Zahlen- und Buchstabensystem klassifizierte. Auch die kleinsten Zeichnungen oder Teile, die er aus diesen ausschnitt, fanden die Aufmerksamkeit des Künstlers. Klee verwertete sie weiter, indem er sie auf Postkarten an Freunde klebte oder, wie im vorliegenden Falle, die Seiten eines selbst gemachten Tischkalenders damit versah. Die dynamische Beziehung des hier skizzierten Pärchens entbehrt nicht einer gewissen Komik. Nackt im Gebirge tragen beide Figuren Schuhe mit Absätzen. Ihre vom Kopf abstehenden Haarbüschel, die an Strahlen und Blätter erinnern, sind schwer zu deuten. Erscheint hier Apollo, der sich auf der Jagd nach der Nymphe Daphne selbst in sie verwandelt? Ist es ein amüsierter Hinweis auf Szenen einer Ehe im Hause Klee? Mit feiner Ironie hat der Künstler dafür gesorgt, dass solcherart Fragen ungeklärt bleiben. | Kyllikki Zacharias

Last updated: 15.07.2026

Contact

Institution:

Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart

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Röhrenfertigungsanlage

Röhrenfertigungsanlage

Neben Pflanzenaufnahmen (vgl. etwa „Maisstiel mit Blüte“, NG-FCFC 89/08) bildeten Ansichten aus Industrie und Technik den zweiten Schwerpunkt Renger-Patzschs in den 1920er-Jahren. Sie reichen vom weiten Blick auf eine Fabrik bis hin zu minutiösen Details einzelner Geräte: das Innere einer Schreibmaschine oder einer Kasse, Räder und Zahnräder, Laufbänder, Fräsmaschinen, Drehbänke – alles aus Eisen und Stahl. Bei der „Röhrenfertigungsanlage“ (NG-FCFC 92/08) schaut man über ein Führungsrad hinweg durch ein Loch, hinter dem ein Laufband in die Ferne führt. Im „Detail einer Strickmaschine“ (NG-FCFC 88/08) rahmen zwei glatte Führungsschienen die Nadelbetten ein, von oben läuft durch eine Nadel das Garn. Hier werden präzise Maschinen in Aufnahmen festgehalten, die ebenso exakt fokussiert und aufgebaut sind. Solche Bilder scheinen die Neue Sachlichkeit in fotografischer Form auf den Punkt zu bringen, denn sie vermeiden Symbolik zugunsten einer nüchternen, klaren Auseinandersetzung mit Objekt und Form. Renger-Patzsch schrieb über den besonderen „Realismus“ der Fotografie: „Die Struktur von Holz, Stein und Metall wird in ihrer Eigenart so hervorragend dargestellt, wie es mit den Mitteln der bildenden Kunst niemals geschehen kann. Wir können photographisch die Begriffe von Höhe und Tiefe mit wundervoller Präzision ausdrücken, und in der Analyse und Wiedergabe schnellster Bewegung ist die Photographie unumschränkte Herrscherin. […] Das, was [Anhänger der mehr künstlerischen Photographie] der Photographie zur Last legen: die mechanische Wiedergabe der Form – macht sie hier allen anderen Ausdrucksmitteln überlegen“ (Albert Renger-Patzsch, Ziele, 1927, in: ders., Die Freude am Gegenstand. Gesammelte Aufsätze zur Photographie, Paderborn/München 2010, S. 91 f.). | Emily Joyce Evans

Multiplex B

Multiplex B

Die kleine Serie der „Multiplex“-Holzschnitte führt eine Idee fort, die Albers wenige Jahre zuvor beispielsweise in „Above the Water“ (1944; NG-FCFC 171/14) bereits umgesetzt hatte. In „Multiplex B“ und „Multiplex D“ bleibt die Holzmaserung des Druckstocks in der schwarzen Farbe sichtbar und erzeugt einen doppelten Effekt. Zum einen spielt Albers mittels der Maserung mit der Darstellung von Tiefe, zum anderen bieten die unregelmäßigen, leichten Wellen einen subtilen Kontrast zu den klaren, geraden weißen Linien der Figur. Die Klarheit dieser Linien täuscht, denn die gezeichneten Formen sind alles andere als simpel. Auf den ersten Blick sehen sie aus wie Schrägbilder dreidimensionaler, durchsichtiger Körper. Doch Albers’ Linien bilden keine Körper, denn keine Linie, keine angedeutete Fläche ist einem Vorn oder Hinten eindeutig zuzuordnen. Es geht hier um die Logik der Wahrnehmung, die „prekäre Unzuverlässigkeit unseres Sehens, unseres schöpferischen Falschsehens“ (Werner Spies, Surrealistische Geometrie, in: Josef Albers, Ausst.-Kat., Düsseldorf, 1970, S. 2). Das optische Erleben ist in Albers’ Werk zentral. Schon 1933, bei seiner Ankunft in den USA nach der Emigration aus Deutschland, sagte er, es sei sein Ziel, die Augen seiner Studierenden zu öffnen. So oft der Blick auch über Linien und Formen streift, diese bleiben offen und verweigern sich einer sauberen Definition als Umriss, Fläche oder Körper. Das Rätsel soll sich nicht lösen. Die „Multiplex“-Serie entstand zwischen 1946 und 1948. Die Blätter A bis D wurden in Editionen von 25 bzw. 30 Exemplaren gedruckt (WVZ Danilowitz 2010, Nr. 120–123); „Multiplex B“ bis „Multiplex D“ erschienen bei der Biltmore Press in Asheville, North Carolina. | Emily Joyce Evans

Multiplex D

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