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Zweiteiliger abgesteppter Mantel

Ident. Nr.: 2015,9 a,b

ObjID: obj:2012797

Details (expert)

Creator/Entity
Entwurf: Regina Georgiew (tätig um 1966-2000),
Designer*in
Date(s)
1995
Geographical references
Dimensions
Länge: Rock 92 cm
Länge: Jacke 52 cm

Object Description

Der zweiteilige Mantel kombiniert eine kurze Kragenjacke mit asymmetrischem Verschluss (12 Kugelknöpfchen mit Kordelschlaufen zu schließen) mit einem knöchellangen Wickelrock aus demselben Material. Der Rock schließt ebenfalls asymmetrisch mit einem Klettverschluss.
Gestaltungsziel war es, alte bulgarische Musterungen wieder zu beleben in moderner Vergrößerung für industriell produzierte Steppstoffe.
Im STickprozess wird das Muster durch ein mitgeführtes Litzenband betont. Die Zweiteiligkeit ermöglicht die Kombination der Einzelteile mit anderen Kleidungsstücken.

Dazu wurde ein schwarzer, gefilzter Hut getragen.

Last updated: 31.07.2026

Contact

Institution:

Kunstgewerbemuseum

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Herkules ist an seinen Attributen, der lorbeerblattumrankten Keule und dem Löwenfell, zu identifizieren. Er wendet den Kopf nach links und nimmt so gewissermaßen Kontakt auf zu seiner weiblichen Pendantfigur, "Venus im Muschelwagen". Im Bestand des Kunstgewerbemuseums sind beide Figuren, in jeweils unterschiedlichen Größen, als weiß glasierte (Herkules, Inv. Nr. DM 8) bzw. staffierte Versionen (Venus, Inv. Nr. O-1990,94) vorhanden.Bei der hier besprochenen Herkulesfigur handelt es sich um ein nur schrühgebranntes Exemplar, das vermutlich wegen der Brandrisse, v.a. am Sockel unterhalb des rechten Fußes, nicht in den Glasurbrand gegeben wurde. Abgesehen vom Scherben ist auch der geringe Größenunterschied zur glasierten Version von nur einem Zentimeter ein Indiz dafür, dass es sich nicht um das Tonmodell handelt, das bei einer Schwindung des Porzellans von 16-22 % größer sein müsste. An der detaillierten, fast überzeichneten Oberflächenmodellierung ist zu erkennen, dass der Entwerfer, Wilhelm Christian Meyer (1726-1786), die Verschleifung der Details durch die Glasur einkalkulierte. Wilhelm Christian war ambitionierter Bildhauer und Schüler seines Bruders Friedrich Elias Meyer (1723/24 - 1785). Letzterer war Modellmeister bei der KPM und holte seinen jüngeren Bruder 1766 an die Berliner Porzellanmanufaktur.Weiterführende Informationen sind zu finden in: Dorothee Heim, Die Berliner Porzellanplastik und ihre skulpturale Dimension 1751-1825. Der Sammlungsbestand des Kunstgewerbemuseums Staatliche Museen zu Berlin (=Bestandskatalog XXVI. des Kunstgewerbemuseums SMB), Berlin, Regensburg 2016, S. 307-309, Kat.Nr. 41; Claudia Kanowski, in: C.Kanowski / L. Lambacher: Tönerne Welten. Figürliche Keramik aus sechs Jahrhunderten. Eine Bestandsaufnahme im Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Museen zu Berlin, Sonderdruck aus: Keramos (2015/I), Heft 227, S. 24-27, Abb. S. 26.ClKa