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Tunika

Ident. Nr.: 9325

ObjID: obj:2013020

Details (expert)

Dating
verbale Datierung: 5./6. Jahrhundert
Geographical references
Ägypten,
Land/Region
Dimensions
Höhe x Breite: 98 x 75 cm
Rahmenmaß: 103 x 80 x 1,5 cm

Object Description

Von der ursprünglich mit Ärmeln ausgestatteten Tunika ist gut die Hälfte erhalten. Wie bei Tuniken in der Spätantike üblich, ist der Dekor symmetrisch angelegt und auf dem Vorder- und Rückenteil gleich. Die Schulterpartien sind mit quadratischen Einsätzen verziert, denen ein Kreis eingeschrieben ist, welcher wiederum jeweils die Figur eines laufenden Eros mit Flügeln am Rücken und Blüten in den Händen umschließt. Eine Weinranke rahmt das Mittelfeld. Die zierlichen Längsstreifen (clavi), die seitlich des Halsschlitzes bis etwa in Bauchhöhe verlaufen, bestehen ebenfalls aus einer Weinranke, welche etwa in der Mitte durch ein dunkelgrundiges Oval mit einfacher heller Wellenlinie unterbrochen ist. Die clavi münden unten in lange Stiele mit einem herzförmigen Blatt an den Enden. Parallel zur Innenseite der clavi sind in Fransen endende Zierstreifen aus dem gleichen ungefärbten Wollgarn, wie es für das Grundgewebe verwendet wurde, zu erkennen. Sie entstanden durch eine spezielle Bindung der Schussfäden mit der Kette, der sogenannten Zwirnbindung, wodurch sie sich vom Grundgewebe abheben. In den Ecken im unteren Bereich der Tunika liegen kleine Quadrate mit einem Diagonalkreuz, von dessen Armen Weinblätter ausgehen.

Veröffentlichungen: O. WULFF / W. F. VOLBACH, Spätantike und koptische Stoffe aus ägyptischen Grabfunden in den Staatlichen Museen, Berlin 1926, S. 42, Taf. 83. – Ägypten. Schätze aus dem Wüstensand, Kunst und Kultur der Christen am Nil, Wiesbaden 1996, S. 276 Nr. 316b.

Cäcilia Fluck (2017)

Last updated: 03.07.2026

Contact

Institution:

Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst

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Junge Frau

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Die grazile Frauengestalt, in Mieder und einem bodenlangen, die Füße vollständig bedeckenden Kleid gehüllt, ist in einer ausgewogenen Torsion dargestellt. Dem leicht einwärts gekehrten Spielbein, das sich unter dem vom Wind erfassten Stoff deutlich abzeichnet, antwortet der nach links gewendete Oberkörper, während der Kopf sich wiederum über die rechte vorgeschobene Schulter neigt. Die schwungvolle Körperbewegung wird durch die gleichmäßigen, von allen Seiten fein ausgearbeiteten Gewandfalten effektvoll nachgezeichnet. Von gleicher handwerklicher Raffinesse ist die Ausarbeitung der anmutigen Physiognomie und des am Hinterkopf zum Knoten geschlungene Haares. Über die Identität der kleinen Figur lässt sich nur spekulieren. Die frei angesetzten Unterarme mit den zur Seite ausgerichteten und zum Gebet zusammengefalteten Händen, sind wohl eine spätere Ergänzung. In den frühesten Inventareintragungen (1655 und 1757), als sich die Statuette noch in der Brandenburgisch-Preußischen Kunstkammer befand, wurde sie mal mit Turm, mal mit Kelch beschrieben, womit sie eindeutig als hl. Babara zu identifizieren wäre.Bislang konnte kein Künstler dem Werk eindeutig zugeordnet werden. Allerdings finden sich von dem in Regensburg tätigen Maler Albrecht Altdorfer (1480-1538) einige Zeichnungen, in denen nicht nur der gleiche Frauentypus vorkommt, sondern auch ein ganz ähnlicher Körperaufbau mit geradezu identischen Faltenzügen. Es ist daher plausibel, den Autor dieser anmutigen Mädchenfigur in Regensburg, im Umkreis Albrecht Altdorfers zu suchen.

Heiliger Nikolaus

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