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Abschied im Morgengrauen (mit Selbstporträt)

Ident. Nr.: SZ Schwind 96

ObjID: obj:2025716

Details (expert)

Creator/Entity
Ausführung: Moritz von Schwind (1804 - 1871),
Zeichner*in
Date(s)
Herstellung: 1837
Systematics/Type
Provenance
Carl Widakowich, Wien,
bis 17. Juli 1932
Nachlass/Vermächtnis: Anna Widakowich, Wien,
17. Juli 1932 bis 23. November 1937
Gilhofer & Ranschburg, Wien,
23. November 1937 (Auktion 75) bis Januar 1938
Kauf: Nationalgalerie, Sammlung der Zeichnungen,
Januar 1938 bis 1992
Überweisung: Kupferstichkabinett, Staatliche Museen zu Berlin,
seit 1992
Dimensions
Blattmaß: 32,1 x 22,1 cm
Acquisition
Im Januar 1938 ersteigert bei Gilhofer & Ranschburg, Wien.

Last updated: 09.10.2026

Contact

Institution:

Kupferstichkabinett

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Fragment einer großformatigen, triptychonartigen Radierplatte aus dem Jahre 1900, von der sich die Künstlerin nachträglich distanzierte und die von ihr deshalb auseinandergeschnitten wurde. Nur der linke Teil mit der realistischen Arbeiterfamilie hatte vor ihren eigenen Augen auch noch in späteren Jahren Bestand, während sie die Hauptdarstellung in der Mitte und die rechte Randszene aufgrund ihrer symbolischen Überfrachtung als "fatal" verwarf. Die unzerschnittene Platte variiert das Themades nicht in den Zyklus aufgenommenen Schlußblattes zu "Ein Weberaufstand":"Aus vielen Wunden blutest du, oh Volk" [#vgl. Ident. Nrn. 658-1912, AM 383-1971]. Während sich der Mittelteil auf beiden Radierungen gleicht, wurden die Seitenfiguren im späteren Werk durch zwei Szenen ersetzt. An Hand der Themen Selbstmord und Prostitution schildern sie die ausweglose Situation des Proletariats. Für die vermutlich durch Arbeitslosigkeit ins Elend gestürzte Familie links bietet sich als Ausweg nur der Strick. Das Triptychon sollte ursprünglich den Titel "Das Leben" tragen und wohl so etwas wie eine allegorische Gesamtschau auf die Lebensbedingungen des Proletariates geben. Der Druck gehört zu den wenigen von [Otto] Felsing gedruckten Exemplaren, die den Ausgaben des Verlags E. A. Seemann, Leipzig, vorausgingen.(Text: Sigrid Achenbach, Käthe Kollwitz (1867-1945). Zeichnungen und seltene Druckgraphik im Berliner Kupferstichkabinett, Ausst.-Kat. Kupferstichkabinett, Staatliche Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz, Berlin 1995, S. 76, Kat.-Nr. 80)2025 digitalisiert aus Mitteln des Förderprogramms zur Digitalisierung von Objekten des kulturellen Erbes des Landes Berlin.