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Schüssel

Ident. Nr.: 10489

ObjID: obj:2026742

Details (expert)

Creator/Entity
Wiegand, Theodor (30.10.1864 - 19.12.1936),
Vorbesitzer*in
Date(s)
14. Jahrhundert
Systematics/Type
Material / Technique
Keramik
Dimensions
Durchmesser: Rand 17,2 cm
Durchmesser: Boden 6,9 cm
Höhe: max. 7,8 cm
Wandungsstärke: max. 1 cm
Acquisition
Im Frühjahr 1935 von Theodor Wiegand geschenkt.

Object Description

Zwei anpassende und geklebte Fragmente eines ungefähr zu zwei Dritteln erhaltenen Gefäßes. Fehlstellen mit Gips ergänzt.
Die wenig sorgfältig gezeichnete Sgraffitodekoration im Gefäßinneren hebt sich in einem braunen Farbton vom hellen Glasurgrund ab. Sie erstreckt sich über die gesamte Fläche und wird durch drei parallele Kreislinien am Rand und Umbruch gerahmt. Das Motiv ist nicht zu deuten: unterschiedlich große, mit Linien und Bogen eingefasste, schräg schraffierte Felder wechseln sich mit frei belassenen Flächen ab. Vielleicht handelt es sich um die stilisierte Wiedergabe eines Tieres.
Im Spiegel ist der Rest einer abgebrochenen Tripode erhalten, an der Außenseite findet sich ein kleiner Teil eines Abstandhalters.
Lit.: Beate Böhlendorf-Arslan, Spätantike, byzantinische und postbyzantinische Keramik, mit einem Beitrag zur Geschichte der Sammlung von Gabriele Mietke, (Spätantike - frühes Christentum - Byzanz, Kunst im Ersten Jahrtausend, Reihe A: Grundlagen und Monumente, Band 3), Wiesbaden 2013, S. 345, Kat. 819.

Last updated: 30.07.2026

Contact

Institution:

Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst

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Liturgischer Teller (Patene)

Liturgischer Teller (Patene)

Die Patene gehört zu einer durch zahlreiche ähnliche Objekte relativ gut bekannten Gruppe liturgischer Gefäße, die vermutlich überwiegend in Konstantinopel gefertigt wurden. Auf dem Rand sind die Einsetzungsworte der byzantinischen Liturgie in sorgfältiger Schrift eingraviert: ΛAB(ETE) ΦAΓETE TOYTO AI(C)TIN TO COMA MO(Y) TO Y(ΠE)P YM(ON) (K)ΛOMAINON IC AΦECCIN AMAPTION AMHN (Nehmt und esst, das ist mein Leib, der für euch hingegeben wurde zur Vergebung der Sünden. Amen). Im Zentrum der dreifigurigen Komposition steht der bärtige Christus auf einem Bema in leichter Ponderation, bekleidet mit Tunika und Pallium. In der Linken hält er ein Evangelienbuch, die Rechte ist segnend vor der Brust erhoben. Das langgestreckte Haupt wird von einem Nimbus mit diagonal eingeschriebenem Kreuz umgeben. Zu beiden Seiten der Beischriftkürzel IC XC für »Iesous Christos«. Auf dem Ehrenplatz zu seiner Rechten steht der hl. Stephanos mit Beischrift O (mit eingeschriebenem A) CTEΦANOC (der hl. Stephanos), jugendlich und bartlos, mit Nimbus und bekleidet mit den Gewändern eines Diakons. Mit der Rechten schwenkt er an einer Kette ein Räuchergefäß, in der Linken hält er vermutlich eine Pyxis. Zur Linken Christi steht Kaiser Konstantin d. Gr., der in Byzanz als Heiliger verehrt wurde und daher vor seiner senkrecht angebrachten Namensbeischrift KONCTANTINOC das Kürzel O mit eingeschriebenem A für »der hl. Konstantinos« führt. Er ist mit dem für die mittelbyzantinische Zeit typischen Kaiserornat bekleidet – dem Sakkos und dem kunstvoll drapierten und reich mit angedeutetem Edelsteinbesatz verzierten Loros. In der Rechten hält er das mit einem Kreuz bekrönte Szepter, in der Linken die Sphaira, ebenfalls mit einem Kreuz. Im Unterschied zu den meist großformatigen, oft mit Stifterinschriften versehenen Silberdiskoi der frühbyzantinischen Zeit waren die eher bescheidenen mittelbyzantinischen Patenen aus Kupferblech wohl Massenproduktion für den Bedarf der zahllosen Kirchen.