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Hans Burgkmair d. Ä. (1473-1531)

Ident. Nr.: 5363

ObjID: obj:2039303

Details (expert)

Creator/Entity
Hans Schwarz (um 1492)
Date(s)
Datierung: 1518
Material / Technique
Bronze
Dimensions
Durchmesser: 6,7 cm
Tiefe: 1 cm
Gewicht: 183,3 g

Object Description

Zwischen zwei erhöhten Rändern, die vertieft geschnittene Umschrift: S . CAES . MAIESTAT . PICTVRIS . IOANN . BVURGKMAIR . AVGVSTANI: des heiligen Kaisers Majestät Maler Johann Burgkmair aus Augsburg)
In zweiter Zeile, im Feld vertieft: ANNO M.D.XVIII.AETAT./SVE.XLIII (Im Jahre 1518, in seinem 44. Lebensjahr)
Das Bildnismedaillon zeigt den Augsburger Maler und Zeichner Hans Burgkmair d. Ä. (1473-1531) im Profil nach links. Der Brustabschnitt ist dem Betrachter jedoch leicht zugewandt, womit eine gerade vollzogene Kopfwendung angedeutet wird. Seine markante Physiognomie zeichnet sich vor allem durch die hohe Stirn, die gerade Nase sowie durch die fein herausmodellierten wangenknochen aus. Über dem kurz geschnittenen Haar trägt der Dargestellte auf dem Hinterkopf eine netzartige, aus seidenbändern bestehende sogenannte Augsburger Haube, die ihn als Bürger ausweist.
Hans Burgkmair d. Ä. gilt neben Hans Hollbein d. J. (1497/98-1543) als Wegbereiter der Renaissance, nicht allein als Maler, sondern auch als Zeichner für den Holzschnitt. Nachdem er in der Werkstatt seines Vaters Thoman Burgkmair (1444-1523) die Grundlagen der Malerei erlernt hatte, absolvierte er von 1488 bis 1490 seine Lehrzeit bei Martin Schongauer (1445/1450-1491) in Colmar, der ihn nachhaltig beeinflusste. ab 1490 ist er für mehrere Jahre in Augsburg tätig, wo er u.a. für den Drucker Erhard Ratdolt als Reißer für den Holzschnitt arbeitete. 1498 wird er dort in der Malerzunft aufgenommen und erhält zahlreiche Aufträge. Auf dem Augsburger Reichstag von 1500 lernte er durch die Vermittlung Konrad Peutingers den deutschen König und späteren Kaiser Maximilian I. kennen, was für seinen weiteren beruflichen Werdegang entscheidend wird. Ab 1508 entstehen in seinem Auftrag zahlreiche graphische Werke: 1512 die genealogie des Kaisers mit 92 Holzschnitten, ab 1516 der "Triumphzug Kaiser Maximilians" und 1517 der "Theuerdank", dem Burgkmair 14 Holzschnitte beisteuerte. Seine werke zeichnen sich vor allem durch italienische Renaissance-Motive aus, die er während einer Reise in den Süden kennenlernte und die ihn nachhaltig beeinflussten.

Das hier vorgestellte Bildnismedaillon Hans Burgkmairs d. Ä. gehört zu einer Serie von Portraits bekannter Persönlichkeiten, die der Augsburger Bildschnitzer und Medailleur Hans schwarz 1518 während des Augsburger Reichstages schuf. Diese beichnen den Beginn der deutschen Portraitmedaille.

Last updated: 06.02.2026

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Institution:

Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst

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