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Horizontalsonnenuhr

Ident. Nr.: F 1593

ObjID: obj:2048951

Details (expert)

Creator/Entity
Georg Hartmann (1489.02.09),
Instrumentenbauer*in
Date(s)
1544
Material / Technique
Elfenbein
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 7,9 x 1,5 x 3,9 cm

Object Description

Die Taschensonnenuhr des Georg Hartmann aus der Wiener Sammlung Figdor im Berliner Kunstgewerbemuseum ist 1544 datiert und für den Gebrauch im nördlichen Europa eingerichtet ist. Seine Polhöhe beträgt 58°. Möglicherweise handelt es sich bei diesem Berliner Exemplar um einen Nachbau jener alten Taschensonnenuhr von 1417 mit „zwey hornleyn, an yeder seyten, vnd gefelt mit in der warhayt vber die massen wol“, welche Georg Hartmann 1544 vom Pfalzgrafen Ottheinrich (1502–1559) erhalten hatte und die er in seiner Korrespondenz mit dem Herzog Albrecht von Preußen am 29. September 1544 ausführlich beschreibt.
Lothar Lambacher

Last updated: 15.12.2025

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Institution:

Kunstgewerbemuseum

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Drehleierspieler

Drehleierspieler

Stehende männliche Figur auf einer Plinthe mit abgeschrägten Ecken. Der bärtige Mann trägt einen Hut, einen blauen Umhang, einen grauen Wams, dunkelrote Kniebundhosen und Schnallenschuhe. Er spielt eine Drehleier, die er mit dem linken, leicht angewinkelten Bein stützt. // Der Künstler, Georges Pull, war Naturforscher und Keramiker. Er war fasziniert von den Arbeiten des französischen Keramikers Bernard Palissy (1510-1589/90), dessen Werke sich im 19. Jahrhundert großer Beliebtheit erfreuten und auch gefälscht wurden. Pull hingegen hat die Werke Palissys nachempfunden und technisch noch übertroffen, er hat sie nicht einfach kopiert und hatte auch keine fälscherischen Absichten. Er signierte seine Keramiken mit dem Stempel "PULL", was auch bei dem Drehleierspieler der Fall ist. Die Figur ist eine vergrößerte Kopie der Statuette "joueur de vielle", die im 19. Jahrhundert als Arbeit von Palissy galt und von der sich mehrere Ausformungen im Pariser Louvre befinden. Heute gilt die Statuette als anonyme Arbeit des frühen 17. Jahrhunderts aus der Region um Fontainebleau, Paris, Avon, siehe https://collections.louvre.fr/en/ark:/53355/cl010114355Barbara Mundt schreibt in ihrem 1973 erschienenen Katalog des Berliner Kunstgewerbemuseums zum Historismus: "Pulls erklärtes Leitbild war das keramische Werk Palissys, wobei sein Interesse sich auf die Farbglasuren konzentrierte. Intensive Studien in den Sammlungen des Louvre gingen Hand in Hand mit wissenschaftlichen Experimenten. Es gelang Pull schließlich, dünnere, höher brennbare und damit härtere sowie glanzvollere Glasuren mit einer größeren Zahl von Farben hervorzubringen als sein großes Vorbild." (zu Kat. Nr. 199).ClKa