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Altargruppe (aseberia) Oba Ewuakpes

Ident. Nr.: III C 8165

ObjID: obj:209780

Credit: Leihgabe der Bundesrepublik Nigeria, National Commission for Museums and Monuments

Details (expert)

Creator/Entity
Eduard Schmidt (1860 - 1899),
Sammler*in
Date(s)
18. Jh.
Systematics/Type
Geographical references
Nigeria,
Land
historische Angabe (Hauptkatalog): Benin,
Königreich
Material / Technique
Messing
Dimensions
Objektmaß: 58 x 35 x 30 cm
Gewicht: 39,6 kg
Acquisition
18. Jh., Auftragsarbeit der Igun Eronmwon oder Gilde der Messinggießer im Königreich Benin; geplündert im Zusammenhang mit der britischen Eroberung von Benin, 1897; in unbekanntem Besitz nach der Eroberung des Königreichs Benin; gesammelt von Konsul Eduard Schmidt, Angestellter der Woermann Linie, zwischen 1897 und 1898 im Gebiet des späteren kolonialen Nigeria; verkauft an das Königliche Museum für Völkerkunde in Berlin, 1898.

Object Description

Die Altargruppe des Königs Ewuakpe ist beispielhaft für die Individualisierung der Kunst Benins. Sie stand im Zentrum des Gedenkaltars, den Akenzua I. für seinen Vater errichtete, und verbildlicht die wechselvolle Geschichte des Königs, seiner Absetzung und Wiedereinsetzung. Dargestellt ist Ewuakpe nicht mit den vollen Insignien königlicher Macht – wie etwa Akenzua I. in seiner Altargruppe –, sondern mit einem europäisch anmutenden Hut. Allerdings trägt er die große königliche Perle und den hohen Halskragen. Die beiden Begleitfiguren sind ungeschmückt, sie werden als die beiden Sklaven gedeutet, mit denen allein er nach der mündlichen Überlieferung den Palast verließ, nachdem er abgesetzt wurde. Der mit mächtigen Symbolen geschmückte Stößel in seiner rechten Hand verweist auf die friedliche Aussöhnung des wiedereingesetzten Königs mit den Kriegs- und Stadtherren. [Benin_Königreich]

Last updated: 30.07.2026

Contact

Institution:

Ethnologisches Museum

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樹皮衣

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Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.