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Gedenkkopf

Ident. Nr.: III C 12509

ObjID: obj:212317

Credit: Leihgabe der Bundesrepublik Nigeria, National Commission for Museums and Monuments

Details (expert)

Creator/Entity
Valentin Weisbach (1894),
Mäzen*atin
Firma Theodor Francke GmbH (1899),
Vermittler*in
Date(s)
16. Jh.-17. Jh.
Systematics/Type
Geographical references
Nigeria,
Land
historische Angabe (Hauptkatalog): Benin,
Königreich
Udo,
Stadt
Material / Technique
Messing; Eisen
Dimensions
Objektmaß: ca. 23,5 x 15 x 17 cm
Gewicht: 5,3 kg
Wandstärke: ca. 5 mm
Acquisition
Möglicherweise 16. - 17. Jh., im Udo-Königreich in Auftrag gegeben; vermutlich von den Obas von Benin durch Eroberung oder als Tribut aus dem Udo-Königreich während oder nach der Herrschaft von Oba Esigie (ca. 1504 - 1550) erworben; vermutlich im Zusammenhang mit der britischen Eroberung Benins, 1897, geplündert; nach der Eroberung des Königreichs Benin in unbekanntem Besitz; vom Museum für Völkerkunde Berlin von J.C. Stevens (Stevens' Auction Rooms Ltd., London) erworben, 1899.

Object Description

Die wenigen erhaltenen Gedenkköpfe aus Udo, die wahrscheinlich aus dem 16. und 17. Jahrhundert stammen, zeigen gegenüber den Gedenkköpfen aus Benin einen eigenständigen Stil.Die Verwendung von Messing und die Halsketten aus Korallenperlen verweisen auf den hohen Rang der Dargestellten.
Udo, eine Stadt etwa 65 km von Benin-City entfernt, wurde nach der mündlichen Überlieferung von König Ozolua am Ende des 15. Jahrhunderts erobert und blieb von Benin abhängig. Ozolua setzte zunächst einen seiner Söhne als Herrscher in Udo ein. Als Esigie, ebenfalls ein Sohn Ozoluas, zu dessen Nachfolger gekrönt wurde, kam es zwischen den Brüdern zu Auseinandersetzungen um die Thronfolge. Esigie ließ in einer Militäraktion Udo zerstören und verfügte, dass in Zukunft kein Mitglied der königlichen Familie in Udo herrschen sollte, sondern nur ein Würdenträger, der vom König von Benin abhängig war. [Benin_Königreich]

Last updated: 30.07.2026

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Institution:

Ethnologisches Museum

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樹皮衣

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Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.