Logo

Begleitfigur mit eben-Schwert

Ident. Nr.: III C 20298

ObjID: obj:212518

Credit: Leihgabe der Bundesrepublik Nigeria, National Commission for Museums and Monuments

Details (expert)

Creator/Entity
J.C. Stevens (1899),
Vorbesitzer*in
Date(s)
17. Jh. - 18. Jh.
Systematics/Type
Geographical references
Nigeria,
Land
Benin,
Königreich
Material / Technique
Messing, Eisen, Guss
Dimensions
Objektmaß: 50 x 18,5 x 18,1 cm
Gewicht: 10,3 kg
Acquisition
17. Jh. - 18. Jh., Auftragsarbeit der Igun Eronmwon oder Gilde der Messinggießer im Königreich Benin; vermutlich geplündert im Zusammenhang mit der britischen Eroberung von Benin, 1897; vermutlich im Besitz von Sir Ralph Moor bis ca. 1905; wahrscheinlich versteigert bei Stevens' Auction Rooms Ltd., London (J.C. Stevens) ca. 1905; Geschenk von Theodor Glücksmann an das Königliche Museum für Völkerkunde Berlin, 1905.

Object Description

Begleitfiguren sind Bestandteile von Altargruppen, sie kommen aber auch als Einzelstücke vor. Sie standen wahrscheinlich ebenfalls auf Gedenkaltären. Die Bedeutung dieser Figur, die ein eben-Schwert hält, ist unklar, Die männliche Figur – die Genitalien wurden später entfernt – trägt die weibliche Frisur, wie sie bei Begleiterinnen von Königinmüttern auf Altargruppen zu sehen ist. Die Nacktheit entspricht der Darstellung der Emada, jugendlicher Pagen am Hof, der hohe Kragen aus Korallenperlen spricht dagegen eher für eine Person mit herausgehobenem Rang. [Benin_Königreich]

Last updated: 24.08.2026

Contact

Institution:

Ethnologisches Museum

Additional items from the collections

樹皮衣

樹皮衣

Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.