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Chinesenpaar mit Vase

Ident. Nr.: 1901,36

ObjID: obj:2253299

Details (expert)

Creator/Entity
Ausführung: Frankenthaler Porzellanmanufaktur (1755-1800),
Hersteller*in
Entwurf: Konrad Linck (1730-1793),
Porzellanmodelleur
Date(s)
1779
Geographical references
faktischer Entstehungsort: Frankenthal
Material / Technique
Porzellan mit Aufglasurmalerei
Dimensions
Höhe: 25 cm
Breite: 26 cm
Tiefe: 10,5 cm

Object Description

Der Inventareintrag von 1901 lautet: "Porzellan-Gruppe, bemalt. Auf länglich ovalem Rasenstück becherförmiger Blätterkelch. Links davon auf dem Boden sitzend eine Frau, die eine Tasse und eine Kanne hält. Rechts ein Mann mit übergeschlagenen Beinen stehend, im Munde eine Pfeife. Beide in chinesischer Kleindung." Bezeichnet ist die Gruppe mit der blauen Fabrikmarke: CT über Kurhut, sowie darunter der Jahreszahl 79.
Das als Tafelschmuck konzipierte Figurenensemble mit Vase verbindet Chinoiserien mit der Darstellung des Genusses von Tabak und Heißgetränken im Freien. Das Mundstück der Pfeife des Mannes ist verlorengegangen. Als Pendant ist in der Sammlung des Kunstgewerbemuseums eine weitere Chinesengruppe mit Vase erhalten (1901,37).

ClKa

Last updated: 26.01.2026

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Institution:

Kunstgewerbemuseum

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Drehleierspieler

Drehleierspieler

Stehende männliche Figur auf einer Plinthe mit abgeschrägten Ecken. Der bärtige Mann trägt einen Hut, einen blauen Umhang, einen grauen Wams, dunkelrote Kniebundhosen und Schnallenschuhe. Er spielt eine Drehleier, die er mit dem linken, leicht angewinkelten Bein stützt. // Der Künstler, Georges Pull, war Naturforscher und Keramiker. Er war fasziniert von den Arbeiten des französischen Keramikers Bernard Palissy (1510-1589/90), dessen Werke sich im 19. Jahrhundert großer Beliebtheit erfreuten und auch gefälscht wurden. Pull hingegen hat die Werke Palissys nachempfunden und technisch noch übertroffen, er hat sie nicht einfach kopiert und hatte auch keine fälscherischen Absichten. Er signierte seine Keramiken mit dem Stempel "PULL", was auch bei dem Drehleierspieler der Fall ist. Die Figur ist eine vergrößerte Kopie der Statuette "joueur de vielle", die im 19. Jahrhundert als Arbeit von Palissy galt und von der sich mehrere Ausformungen im Pariser Louvre befinden. Heute gilt die Statuette als anonyme Arbeit des frühen 17. Jahrhunderts aus der Region um Fontainebleau, Paris, Avon, siehe https://collections.louvre.fr/en/ark:/53355/cl010114355Barbara Mundt schreibt in ihrem 1973 erschienenen Katalog des Berliner Kunstgewerbemuseums zum Historismus: "Pulls erklärtes Leitbild war das keramische Werk Palissys, wobei sein Interesse sich auf die Farbglasuren konzentrierte. Intensive Studien in den Sammlungen des Louvre gingen Hand in Hand mit wissenschaftlichen Experimenten. Es gelang Pull schließlich, dünnere, höher brennbare und damit härtere sowie glanzvollere Glasuren mit einer größeren Zahl von Farben hervorzubringen als sein großes Vorbild." (zu Kat. Nr. 199).ClKa