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Ident. Nr.: N (34 H) 102/1995,2

ObjID: obj:2273433

Details (expert)

Dating
Mitte 19. Jh.
Geographical references
Dimensions
Durchmesser: 16 cm mit Rahmen

Object Description

Ein mit Wolle und halben Kreuzstich gestickter Blumenkranz unterschiedlicher Blüten befindet sich in einem runden schwarzen Holzrahmen. Die Stickerei hat einen Durchmesser von 8 cm. Es handelt sich um eine Arbeit der sogenannten "Berlin Wool Work", gestickt nach einer handcolorierten Vorlage.

Berliner Wollstickerei – Berlin Wool Work; eine vergessene Technik

Nachdem der Kunstverleger A. Phillipson in Berlin 1804 die ersten handkolorierten Mustersammlungen auf gerastertem Papier veröffentlichte, kam es in den kommenden Jahrzehnten zu einer wahren Flut von Erzeugnissen aus farbiger Wollstickerei, die unter dem Begriff „Berlin Wool Work“ in ganz Europa, besonders im viktorianischen England und auch in Übersee bekannt wurden. Ausgehend von Berlin nahmen auch Verlage aus anderen Städten, wie Nürnberg und Wien solche Stickvorlagen in ihr Programm auf.
In Berlin waren im Jahr 1840 ungefähr 1200 Heimarbeiterinnen mit dem Kolorieren der Muster beschäftigt.
Der großen Vielfalt der Vorlagen entsprachen auch die Produkte. Waren es zuerst vor allem Girlanden und Kränze aus Rosen, Tulpen, Nelken, Vergissmeinnicht und Eichenlaub, die Stühlen, Teppichen, Kissen, Beuteln und anderen Heimtextilien ihr Aussehen verliehen, wechselten die Motive später zu Freundschaftsenblemen, Tempeln, Tieren, Geschichts- und Landschaftsdarstellungen.
Durch die große Nachfrage nach Stickmustern konnte sich auch eine breite Begleitindustrie entwickeln. Neben der Entstehung von Wollfärbereien, Kanevasfabriken und Tapisseriemanufakturen in Berlin entstand auch eine Industrie, die farbige Wollgarne in einer breiten Palette herstellte.

Last updated: 19.06.2026

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Institution:

Museum Europäischer Kulturen

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Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Querformat. Rechts oben rotgesäumtes Lichtloch, auf Wolkenkissen stehend Mutter Gottes, auf der Rechten das Kind, auf der Linken Traube. Von ihr je ein Strahl zu den beiden Verunglückten. Im Hintergrund Baumgruppen, beiderseits eine Kapelle. Im Mittelpunkt ein gezäunter Weg. Auf diesem hält eine Karosse mit zwei Schimmeln und Kutscher, die beiden Fahrgäste als Zuschauer am Zaun. Im Vordergrund Grasfuder mit zwei durchgehenden Pferden. Vom Wagen stürzt ein Mädchen, neben den Pferden liegt eine Frau. Rechts vom Wagen der aufstakende Bauer. Unter der Darstellung breites Schriftband, weiß, beiderseits rot endend: "Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754."