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Perlbesticktes Rosenkleid mit Samtmantel

Ident. Nr.: 2005,UR 166 a,b

ObjID: obj:2278547

Details (expert)

Creator/Entity
Entwurf: Uli Richter (1926–2021),
Designer*in
Date(s)
1957
Geographical references
Entstehungsort stilistisch: Berlin
Dimensions
Länge: Kleid 102 cm
Länge: Mantel 102 cm

Object Description

Das figurbetonte Etuitkleid mit flachem, weiten Dekolleté ist ärmellos und vollständig mit Rocailleperlen bestickt. Vor weißem Fond stehen Rosenblüten und -knospen, abschattiert in drei Rosétönen und gerahmt von Blättern in zwei Smaragdtönen. Das Kleid ist vollständig gefüttert. Der dazu entworfene Mantel mit dreiviertellangen Ärmeln hat keinen Verschluss und fällt vorn wie hinten in weiten weichen Falten herab. Kragen und Ärmelmanschetten sind mit weißem Jasminnerz besetzt.
Mit diesem Kleid erzielte Uli Richter 1957 den 1. Preis des Internationalen Cotton Festival (Primo Mondiale de Cotone) in Venedig. Uli Richter war 1957 noch Chefdesigner des Berliner Modehauses S & E Modelle. Nach diesem internationalen Erfolg wurde das Unternehmen umbenannt in Uli Richter/S & E Modelle.
Getragen wurde das elegante Ensemble von Marietta Grillo aus der Industriellenfamilie Grillo in Duisburg. Marietta Grillo war eine wichtige Kundin Uli Richters in den 1950er- und 1960er Jahren. Sie besaß zahlreiche Modelle, von denen jedoch allein das Rosenkleid erhalten ist. CW

Last updated: 15.12.2025

Contact

Institution:

Kunstgewerbemuseum

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Drehleierspieler

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Stehende männliche Figur auf einer Plinthe mit abgeschrägten Ecken. Der bärtige Mann trägt einen Hut, einen blauen Umhang, einen grauen Wams, dunkelrote Kniebundhosen und Schnallenschuhe. Er spielt eine Drehleier, die er mit dem linken, leicht angewinkelten Bein stützt. // Der Künstler, Georges Pull, war Naturforscher und Keramiker. Er war fasziniert von den Arbeiten des französischen Keramikers Bernard Palissy (1510-1589/90), dessen Werke sich im 19. Jahrhundert großer Beliebtheit erfreuten und auch gefälscht wurden. Pull hingegen hat die Werke Palissys nachempfunden und technisch noch übertroffen, er hat sie nicht einfach kopiert und hatte auch keine fälscherischen Absichten. Er signierte seine Keramiken mit dem Stempel "PULL", was auch bei dem Drehleierspieler der Fall ist. Die Figur ist eine vergrößerte Kopie der Statuette "joueur de vielle", die im 19. Jahrhundert als Arbeit von Palissy galt und von der sich mehrere Ausformungen im Pariser Louvre befinden. Heute gilt die Statuette als anonyme Arbeit des frühen 17. Jahrhunderts aus der Region um Fontainebleau, Paris, Avon, siehe https://collections.louvre.fr/en/ark:/53355/cl010114355Barbara Mundt schreibt in ihrem 1973 erschienenen Katalog des Berliner Kunstgewerbemuseums zum Historismus: "Pulls erklärtes Leitbild war das keramische Werk Palissys, wobei sein Interesse sich auf die Farbglasuren konzentrierte. Intensive Studien in den Sammlungen des Louvre gingen Hand in Hand mit wissenschaftlichen Experimenten. Es gelang Pull schließlich, dünnere, höher brennbare und damit härtere sowie glanzvollere Glasuren mit einer größeren Zahl von Farben hervorzubringen als sein großes Vorbild." (zu Kat. Nr. 199).ClKa