Porträt einer Frau mit Berghaube und Schal
Ident. Nr.: 14138636
ObjID: obj:2278999
Details (expert)
- Involved
- Additional titles
- Collection title: Porträt einer Frau mit Berghaube und SchalBildnisoval einer Bürgerin in städtischer Tracht mit schwarzer Haube, bis zu den Hüften sichtbar; sie trägt ein gegürtetes Kleid, darunter ein weißes, langärmeliges Hemd und einen kreuzförmig gebundenen Schal
- Geographical references
- Material / Technique
- Öl auf Metall (Silber?)
- Dimensions
- Bildmaß: 13,7 x 11,4 x 0,1 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/2278999
Object Description
Die Dargestellte trägt ein braungrundiges ärmelloses Mieder mit schmalen schleifenbesetzten Trägern über einer langärmeligen weißen Bluse [Hemd], deren Ärmelnaht weit über die Schultern gezogen wurde. Dazu trägt die Dargestellte ein rotfarbenes, weit ausgestelltes Rockteil und eine weiße Rockschürze mit kleinen floralen Motiven. Die schmale Hüfte wird durch ein Schleifenband akzentuiert. Den Hals ziert eine dreifach gelegte Kette mit goldfarbenen Perlen, die um den Hals eng anliegt und im Dekolleté weitergeführt wird. Ein schwarzes Dreieckstuch wird eng am Hals, üblicherweise mit einem Fingerring zusammengefasst, getragen und in das Dekolleté des Mieders eingesteckt. Die Haube steht voluminös in schwarzen Tüllbahnen am Hinter- und Oberkopf ab und wird im Gesicht bis auf Höhe der Wangen von einem steifen Tüll- oder Spitzenvorsatz gerahmt.
Vergleichbare Hauben finden sich in dem Katalog Vom Böndl zur Goldhaube 1990, S. 42, S. 69 (Österreich/Salzburg). Svoboda und Baumgartner beschreiben darin diese Haube als Berghaube, die der städtischen Patrizierin vorbehalten war (vgl. Vom Böndl zur Goldhaube 1990). Es könnte sich hier jedoch auch um eine bürgerliche Tracht handeln.
Besonders in der Darstellung ist die Ausführung der Details: die Steppnähte des Mieders und damit die Stellen, an denen die Versteifungen im Mieder eingearbeitet sind, sind deutlich hervorgehoben.
Text: S. de Günther
Vergleichbare Hauben finden sich in dem Katalog Vom Böndl zur Goldhaube 1990, S. 42, S. 69 (Österreich/Salzburg). Svoboda und Baumgartner beschreiben darin diese Haube als Berghaube, die der städtischen Patrizierin vorbehalten war (vgl. Vom Böndl zur Goldhaube 1990). Es könnte sich hier jedoch auch um eine bürgerliche Tracht handeln.
Besonders in der Darstellung ist die Ausführung der Details: die Steppnähte des Mieders und damit die Stellen, an denen die Versteifungen im Mieder eingearbeitet sind, sind deutlich hervorgehoben.
Text: S. de Günther
Last updated: 24.07.2026
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Institution:
Kunstbibliothek
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