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Siegelring mit altchristlichen Symbolen

Ident. Nr.: 4932

ObjID: obj:2284873

Details (expert)

Date(s)
3./4. Jahrhundert
Systematics/Type
Material / Technique
Gold und Karneol
Dimensions
Durchmesser: 2,4 cm (Reif)
Höhe: 1,3 cm (Gemme)
Acquisition
1904 aus dem Antiquarium (heutige Antikensammlung) überwiesen.

Object Description

Den Siegelring dominiert ein T-förmiges Kreuz, auf dessen rechtem Kreuzarme eine Taube sitzt, die einen Zweig im Schnabel hält. Unterhalb des Kreuzarms ist spiegelbildlich das griechische Wort IXϴ|YC (Fisch) auf zwei Zeilen verteilt zu lesen. Unterhalb des linken Kreuzarmes wendet sich ein Lamm dem Kreuzstamm zu. Das untere Steindrittel nimmt eine maritime Szene ein, die beschädigt ist. Ihre Deutung reicht von einem Delphin in verschlungener Windung (Wulff 1909) bis hin zu Jona mit dem Ketos (Spier 2007).
Die einzelnen Bildelemente nehmen Bezug auf den christlichen Gedanken der Errettung vom Tode.
(Ehler 2017)

Last updated: 22.09.2026

Contact

Institution:

Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst

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Liturgischer Teller (Patene)

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Die Patene gehört zu einer durch zahlreiche ähnliche Objekte relativ gut bekannten Gruppe liturgischer Gefäße, die vermutlich überwiegend in Konstantinopel gefertigt wurden. Auf dem Rand sind die Einsetzungsworte der byzantinischen Liturgie in sorgfältiger Schrift eingraviert: ΛAB(ETE) ΦAΓETE TOYTO AI(C)TIN TO COMA MO(Y) TO Y(ΠE)P YM(ON) (K)ΛOMAINON IC AΦECCIN AMAPTION AMHN (Nehmt und esst, das ist mein Leib, der für euch hingegeben wurde zur Vergebung der Sünden. Amen). Im Zentrum der dreifigurigen Komposition steht der bärtige Christus auf einem Bema in leichter Ponderation, bekleidet mit Tunika und Pallium. In der Linken hält er ein Evangelienbuch, die Rechte ist segnend vor der Brust erhoben. Das langgestreckte Haupt wird von einem Nimbus mit diagonal eingeschriebenem Kreuz umgeben. Zu beiden Seiten der Beischriftkürzel IC XC für »Iesous Christos«. Auf dem Ehrenplatz zu seiner Rechten steht der hl. Stephanos mit Beischrift O (mit eingeschriebenem A) CTEΦANOC (der hl. Stephanos), jugendlich und bartlos, mit Nimbus und bekleidet mit den Gewändern eines Diakons. Mit der Rechten schwenkt er an einer Kette ein Räuchergefäß, in der Linken hält er vermutlich eine Pyxis. Zur Linken Christi steht Kaiser Konstantin d. Gr., der in Byzanz als Heiliger verehrt wurde und daher vor seiner senkrecht angebrachten Namensbeischrift KONCTANTINOC das Kürzel O mit eingeschriebenem A für »der hl. Konstantinos« führt. Er ist mit dem für die mittelbyzantinische Zeit typischen Kaiserornat bekleidet – dem Sakkos und dem kunstvoll drapierten und reich mit angedeutetem Edelsteinbesatz verzierten Loros. In der Rechten hält er das mit einem Kreuz bekrönte Szepter, in der Linken die Sphaira, ebenfalls mit einem Kreuz. Im Unterschied zu den meist großformatigen, oft mit Stifterinschriften versehenen Silberdiskoi der frühbyzantinischen Zeit waren die eher bescheidenen mittelbyzantinischen Patenen aus Kupferblech wohl Massenproduktion für den Bedarf der zahllosen Kirchen.