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Cremefarbenes Kostüm mit Ozelotstola und Toque

Ident. Nr.: 2005,UR 47 a-d

ObjID: obj:2299723

Details (expert)

Involved
Entwurf: Uli Richter (1926 - 2021),
Designer*in
Dating
Herbst/Winter 1961/62
Geographical references
Dimensions
Länge: Jacke: 58 cm; Rock: 58 cm; Stola: 177 cm cm
Breite: Stola: 34 cm cm
Umfang: Rocktaille: 74 cm; Rocksaum: 126 cm cm

Object Description

Jacke: Leicht taillierte Jacke mit Raglanärmeln und Wiener Nähten. Im Rücken, unterhalb des Kragens, zwei weitere kurze Abnäher. Halsferner Stehkragen mit rund geschnittenen Enden; einreihige Knopfleiste mit vier Knöpfen. Die langen geraden Ärmel enden in einem Umschlag, der mit je einem Knopf geschlossen wird.
Rock: leicht ausgestellter Vier-Bahnenrock mit schmalem Bündchen. Der Rockverschluss (Haken, Öse und kurzer Reißverschluss) befinden sich in der linken rückwärtigen Naht.
Stola: ein Schal aus Wollcrêpe wurde zusätzlich an einer Seite mit zwei Ozelotfellen so besetzt, dass an den Längsseiten ein Streifen des Oberstoffs zu sehen ist.
Toque: Ebenfalls aus Ozelot gearbeitete Toque mit relativ hohem, geradem Rand.

Last updated: 15.12.2025

Contact

Institution:

Kunstgewerbemuseum

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Pokal aus farblosem Glas, der Fuß ist separat gefertigt und kann mittels eines tiefgeschnittenen Gewindes in den massiven Schaft eingeschraubt werden. Er ist am Fußrand mit umlaufenden Bögen in Schälschliff sowie einem versenkten und mattierten Spitzblattdekor verziert. Der Baluster des Massivschafts trägt einen Rundbogenfries, der Ansatz der becherförmigen, hohen Kuppa wiederholt den Spitzblattdekor, am Mündungsrand finden sich erneut Bögen in Schälschliff. Auf der Kuppawandung ist umlaufend in Tiefschnitt ein Reigen aus musizierenden Kinderbacchanten dargestellt. Aufgrund der fortgeschrittenen Glaskrankheit des oberen Pokalteils sind sie trotz des tief reliefierten Schnitts nur bei genauer Betrachtung erkennbar, feine Details wie die Gesichtszüge und dekorative Blumen oder Früchte verschwinden nahezu in dem Weiß. Ein Teil des Gewindes am Schaftende ist bereits weggebrochen. Der Fuß weist lediglich beginnende Zeichen der Glaskrankheit auf. Die Kombination aus Sujet und Dekorelementen auf dem Pokal spricht für eine Zuschreibung an die Werkstatt Gottfried Spillers (um 1663–vor 1728) und dürfte in die frühen Jahre des 18. Jahrhunderts datieren. Pokale aus zwei verschraubten Teilen gehören zu den seltensten Erzeugnissen der barocken Glaskunst. Man nimmt einerseits an, dass sie wegen ihrer raumsparenden Transportmöglichkeit geschätzt waren. Zum anderen rief sicherlich die technische Virtuosität ihrer Herstellung Bewunderung und Anerkennung hervor und brachte dem Eigentümer Prestige. Dieser Pokal ist der einzig überlieferte, der zweifelsfrei der Potsdamer Glashütte zugeschrieben werden kann. Ungewöhnlich ist hier, dass die Verschraubung nicht direkt unterhalb der Kuppa, sondern am Fuß positioniert ist (Dank an Wieland Kramer für diesen freundlichen Hinweis): Es ist gut denkbar, dass der Fuß nachträglich ergänzt wurde, indem einem Pokal mit Steckverbindung – ähnlich einem anderen Pokal im Bestand des KGM (Inv.-Nr. O-1964,46) – ein Gewinde eingeschliffen wurde. [Verena Wasmuth]MAKR