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Capecomplet, Modell "Avocado-Grün"

Ident. Nr.: 2008,5 a-c

ObjID: obj:2300306

Details (expert)

Creator/Entity
Entwurf: Uli Richter (1926 - 2021),
Designer*in
Date(s)
Herbst/Winter 1975/76
Dimensions
Länge: Cape: 107 cm; Jacke: 70 cm; Rock: 68 cm cm

Object Description

Das elegante Ensemble besteht aus einem außen avocadogrünen, innen grün-beige-weiß karierten Doublefacecape mit passendem Kostüm. Die Kostümjacke ist identisch gearbeitet wie das Cape, mit grüner Aussenseite und kariertem Inneren. Der Rock hingegen zeigt die karierte Seite nach außen. Die körpernah geschnittene Jacke hat auf der Hüfte aufgesetzte Taschen, einen einreihigen Knopfverschluss mit 5 Knöpfen und einen passend Ton in Ton eingefärbten Waschbärkragen, der über dem kragenlosen Cape getragen wird. Das Cape selbst ist schmal gearbeitet mit zwei Armöffnungen. Es vervollständigt das Kostüm zu einer perfekten Komposition im sportlich-eleganten Stil, typisch für die von Uli Richter entwickelte "Setidee". In der Kollektionsbeschreibung von 1974/75 heißt es entsprechend: "Die Setidee hält Uli Richter für eines der wichtigsten Merkmale einer wirklich gut angezogenen "young lady" - ein Ensemble aus Kostüm mit passendem Mantel oder ein Complet aus Kleid und passender Jacke sind Zeichen wahrer Eleganz - eins allein fühlt sich immer allein: erst im Zusammenklang des harmonisch aufeinander Abgestimmten zeigt sich, wer wirklich Geschmack hat. CW/GK

Last updated: 30.07.2026

Contact

Institution:

Kunstgewerbemuseum

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Pokal aus farblosem Glas, der Fuß ist separat gefertigt und kann mittels eines tiefgeschnittenen Gewindes in den massiven Schaft eingeschraubt werden. Er ist am Fußrand mit umlaufenden Bögen in Schälschliff sowie einem versenkten und mattierten Spitzblattdekor verziert. Der Baluster des Massivschafts trägt einen Rundbogenfries, der Ansatz der becherförmigen, hohen Kuppa wiederholt den Spitzblattdekor, am Mündungsrand finden sich erneut Bögen in Schälschliff. Auf der Kuppawandung ist umlaufend in Tiefschnitt ein Reigen aus musizierenden Kinderbacchanten dargestellt. Aufgrund der fortgeschrittenen Glaskrankheit des oberen Pokalteils sind sie trotz des tief reliefierten Schnitts nur bei genauer Betrachtung erkennbar, feine Details wie die Gesichtszüge und dekorative Blumen oder Früchte verschwinden nahezu in dem Weiß. Ein Teil des Gewindes am Schaftende ist bereits weggebrochen. Der Fuß weist lediglich beginnende Zeichen der Glaskrankheit auf. Die Kombination aus Sujet und Dekorelementen auf dem Pokal spricht für eine Zuschreibung an die Werkstatt Gottfried Spillers (um 1663–vor 1728) und dürfte in die frühen Jahre des 18. Jahrhunderts datieren. Pokale aus zwei verschraubten Teilen gehören zu den seltensten Erzeugnissen der barocken Glaskunst. Man nimmt einerseits an, dass sie wegen ihrer raumsparenden Transportmöglichkeit geschätzt waren. Zum anderen rief sicherlich die technische Virtuosität ihrer Herstellung Bewunderung und Anerkennung hervor und brachte dem Eigentümer Prestige. Dieser Pokal ist der einzig überlieferte, der zweifelsfrei der Potsdamer Glashütte zugeschrieben werden kann. Ungewöhnlich ist hier, dass die Verschraubung nicht direkt unterhalb der Kuppa, sondern am Fuß positioniert ist (Dank an Wieland Kramer für diesen freundlichen Hinweis): Es ist gut denkbar, dass der Fuß nachträglich ergänzt wurde, indem einem Pokal mit Steckverbindung – ähnlich einem anderen Pokal im Bestand des KGM (Inv.-Nr. O-1964,46) – ein Gewinde eingeschliffen wurde. [Verena Wasmuth]MAKR