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Dreiteiliges Abendensemble mit weißem Nerz

Ident. Nr.: 2005,UR 136 a-c

ObjID: obj:2300720

Details (expert)

Creator/Entity
Entwurf: Uli Richter (1926–2021),
Designer*in
Date(s)
Frühjahr/Sommer 1963
Dimensions
Länge: Jacke: 58 cm; Rock: 65 cm; Top: 44 cm cm

Object Description

Das elegante dreiteilige Ensemble besteht aus einer leicht taillierten, doppelreihig geknöpften Jacke mit stoffbezogenen Knöpfen. Die Ärmel sind angeschnitten, dies ergibt die für die Sommerkollektion 1963 typische weiche Schulterlinie. Sowohl der halsferne Stehkragen, als auch die dreiviertellangen Ärmel sind mit weißem Jasminnerz besetzt. Eine kleine Schleife ziert den Kragen. Darunter wird ein ebenfalls leicht tailliertes, ärmellloses Oberteil mit geradem Bateau-Ausschnitt und ein enger, gerader, das Knie bedeckender Rock getragen. Beide Teile sind, ebenso wie die Jacke, aus schwarzem Cloqué-Faconné gefertigt. Typisch für die Kreationen Uli Richters im Sommer 1963 war eine weiche Schulterlinie, halblange Ärmel, helle Nerzgarnituren und viele Cloquéstoffe, wie sie das abgebildete Kostüm idealtypisch darstellt. CW

Last updated: 15.12.2025

Contact

Institution:

Kunstgewerbemuseum

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Drehleierspieler

Drehleierspieler

Stehende männliche Figur auf einer Plinthe mit abgeschrägten Ecken. Der bärtige Mann trägt einen Hut, einen blauen Umhang, einen grauen Wams, dunkelrote Kniebundhosen und Schnallenschuhe. Er spielt eine Drehleier, die er mit dem linken, leicht angewinkelten Bein stützt. // Der Künstler, Georges Pull, war Naturforscher und Keramiker. Er war fasziniert von den Arbeiten des französischen Keramikers Bernard Palissy (1510-1589/90), dessen Werke sich im 19. Jahrhundert großer Beliebtheit erfreuten und auch gefälscht wurden. Pull hingegen hat die Werke Palissys nachempfunden und technisch noch übertroffen, er hat sie nicht einfach kopiert und hatte auch keine fälscherischen Absichten. Er signierte seine Keramiken mit dem Stempel "PULL", was auch bei dem Drehleierspieler der Fall ist. Die Figur ist eine vergrößerte Kopie der Statuette "joueur de vielle", die im 19. Jahrhundert als Arbeit von Palissy galt und von der sich mehrere Ausformungen im Pariser Louvre befinden. Heute gilt die Statuette als anonyme Arbeit des frühen 17. Jahrhunderts aus der Region um Fontainebleau, Paris, Avon, siehe https://collections.louvre.fr/en/ark:/53355/cl010114355Barbara Mundt schreibt in ihrem 1973 erschienenen Katalog des Berliner Kunstgewerbemuseums zum Historismus: "Pulls erklärtes Leitbild war das keramische Werk Palissys, wobei sein Interesse sich auf die Farbglasuren konzentrierte. Intensive Studien in den Sammlungen des Louvre gingen Hand in Hand mit wissenschaftlichen Experimenten. Es gelang Pull schließlich, dünnere, höher brennbare und damit härtere sowie glanzvollere Glasuren mit einer größeren Zahl von Farben hervorzubringen als sein großes Vorbild." (zu Kat. Nr. 199).ClKa