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Rosenholzfarbene Spitzentunika mit Hose

Ident. Nr.: 2005,UR 98 a,b

ObjID: obj:2300722

Details (expert)

Creator/Entity
Entwurf: Uli Richter (1926–2021),
Designer*in
Date(s)
um 1965
Dimensions
Länge: Tunika 110 cm; Hose: 152 cm; cm
Umfang: Hose: Taille: 80 cm; Saum je Hosenbein: 66 cm; cm

Object Description

Cocktailkleider und Ensembles aus Chantilly-Spitze waren eine Spezialität Uli Richters. Die Transparenz der Spitze verlieh den Modellen Tiefenwirkung und Eleganz. Hier hat Uli Richter zu einer wadenlangen Tunika eine lange, weite Hose kombiniert. Die Tunika ist hoch geschlossen und hat weite, dreiviertel lange Ärmel. Der Verlauf der Spitze gibt den gebogten Verlauf der Säume vor. An der Seite ist die Tunika, um Bewegungsfreiheit zu geben, bis zur Hüfte offen. Die Hose ist bodenlang und gerade geschnitten. Auch hier endet der Saum in einer Bogenlinie. Am Bund der Hose ist aus braunem Crêpe Chiffon jumpsuitartig ein Oberteil mit breiten Trägern und tiefem runden Ausschnitt angesetzt. Das ungewöhnliche Ensemble wurde von Richter für eine elegante Festlichkeit im privaten Bereich angefertigt. CW

Last updated: 15.12.2025

Contact

Institution:

Kunstgewerbemuseum

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Drehleierspieler

Drehleierspieler

Stehende männliche Figur auf einer Plinthe mit abgeschrägten Ecken. Der bärtige Mann trägt einen Hut, einen blauen Umhang, einen grauen Wams, dunkelrote Kniebundhosen und Schnallenschuhe. Er spielt eine Drehleier, die er mit dem linken, leicht angewinkelten Bein stützt. // Der Künstler, Georges Pull, war Naturforscher und Keramiker. Er war fasziniert von den Arbeiten des französischen Keramikers Bernard Palissy (1510-1589/90), dessen Werke sich im 19. Jahrhundert großer Beliebtheit erfreuten und auch gefälscht wurden. Pull hingegen hat die Werke Palissys nachempfunden und technisch noch übertroffen, er hat sie nicht einfach kopiert und hatte auch keine fälscherischen Absichten. Er signierte seine Keramiken mit dem Stempel "PULL", was auch bei dem Drehleierspieler der Fall ist. Die Figur ist eine vergrößerte Kopie der Statuette "joueur de vielle", die im 19. Jahrhundert als Arbeit von Palissy galt und von der sich mehrere Ausformungen im Pariser Louvre befinden. Heute gilt die Statuette als anonyme Arbeit des frühen 17. Jahrhunderts aus der Region um Fontainebleau, Paris, Avon, siehe https://collections.louvre.fr/en/ark:/53355/cl010114355Barbara Mundt schreibt in ihrem 1973 erschienenen Katalog des Berliner Kunstgewerbemuseums zum Historismus: "Pulls erklärtes Leitbild war das keramische Werk Palissys, wobei sein Interesse sich auf die Farbglasuren konzentrierte. Intensive Studien in den Sammlungen des Louvre gingen Hand in Hand mit wissenschaftlichen Experimenten. Es gelang Pull schließlich, dünnere, höher brennbare und damit härtere sowie glanzvollere Glasuren mit einer größeren Zahl von Farben hervorzubringen als sein großes Vorbild." (zu Kat. Nr. 199).ClKa