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Après-Ski-Ensemble mit Pelzstola

Ident. Nr.: 2005,UR 174 a,b

ObjID: obj:2301437

Details (expert)

Creator/Entity
Entwurf: Uli Richter (1926–2021),
Designer*in
Date(s)
Herbst/Winter 1989/90
Dimensions
Länge: Trägerkleid: 154 cm; Stola: 260 cm; cm

Object Description

Olivgrau-cremeweiß-kariertes Après-Ski Modell bestehend aus einem langen Trägerkleid zu dem eine breite, mit weißrussischem Maihamster besetzte Stola kombiniert wird. Sie ist auf ihrer Rückseite mit dem Material des Kleides abgesetzt. Das Kleid schließt auf der linken Seite mittels acht dekorativer Metallschnallen. Im Vorderteil fällt es glatt, während der Rücken ringsum in Falten gelegt ist, die bis in Kniehöhe abgesteppt sind und unterhalb des Knies aufspringen. Das Ensemble wird hier mit einem cremeweißen Rollkragenkaschmirpullover von Max Mara getragen. (Inv. Nr. 2005,UR 16)
Publiziert in Katalog: Uli Richter. Eine Berliner Modegeschichte, Kat. Nr. 30, S. 168, Berlin, 2007. CW/GK

Last updated: 15.12.2025

Contact

Institution:

Kunstgewerbemuseum

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Drehleierspieler

Drehleierspieler

Stehende männliche Figur auf einer Plinthe mit abgeschrägten Ecken. Der bärtige Mann trägt einen Hut, einen blauen Umhang, einen grauen Wams, dunkelrote Kniebundhosen und Schnallenschuhe. Er spielt eine Drehleier, die er mit dem linken, leicht angewinkelten Bein stützt. // Der Künstler, Georges Pull, war Naturforscher und Keramiker. Er war fasziniert von den Arbeiten des französischen Keramikers Bernard Palissy (1510-1589/90), dessen Werke sich im 19. Jahrhundert großer Beliebtheit erfreuten und auch gefälscht wurden. Pull hingegen hat die Werke Palissys nachempfunden und technisch noch übertroffen, er hat sie nicht einfach kopiert und hatte auch keine fälscherischen Absichten. Er signierte seine Keramiken mit dem Stempel "PULL", was auch bei dem Drehleierspieler der Fall ist. Die Figur ist eine vergrößerte Kopie der Statuette "joueur de vielle", die im 19. Jahrhundert als Arbeit von Palissy galt und von der sich mehrere Ausformungen im Pariser Louvre befinden. Heute gilt die Statuette als anonyme Arbeit des frühen 17. Jahrhunderts aus der Region um Fontainebleau, Paris, Avon, siehe https://collections.louvre.fr/en/ark:/53355/cl010114355Barbara Mundt schreibt in ihrem 1973 erschienenen Katalog des Berliner Kunstgewerbemuseums zum Historismus: "Pulls erklärtes Leitbild war das keramische Werk Palissys, wobei sein Interesse sich auf die Farbglasuren konzentrierte. Intensive Studien in den Sammlungen des Louvre gingen Hand in Hand mit wissenschaftlichen Experimenten. Es gelang Pull schließlich, dünnere, höher brennbare und damit härtere sowie glanzvollere Glasuren mit einer größeren Zahl von Farben hervorzubringen als sein großes Vorbild." (zu Kat. Nr. 199).ClKa