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Weinrotes Cape mit grauem Rock und Bluse

Ident. Nr.: 2005,UR 162 a-d

ObjID: obj:2301463

Details (expert)

Creator/Entity
Entwurf: Uli Richter (1926–2021),
Designer*in
Date(s)
Herbst/Winter 1980/81
Geographical references
Herkunft (Allgemein): Berlin
Dimensions
Länge: Cape: 122 cm; Rock:107 cm; Bluse: 64 cm; Schal: 185 cm; cm

Object Description

Uli Richter und seine Kundinnen liebten elegante Capekombinationen sowohl für den Tag, als auch für abendliche Anlässe. Capes umschmeicheln den Körper und geben ihrer Trägerin die Möglichkeit geschickt den Blick auf das darunter befindliche Kleid freizugeben, wie dieses sportlich-elegante, lange Abendensemble bestehend aus vier Teilen: einem 7/8 langen weinroten Cape aus Kaschmir-Alpaka, einer gemusterten Bluse mit Schalteil aus reinseidenem Crêpe-de-Chine-façonné und einem langen Rock aus charcoalfarbenem Kaschmir-Flanell des Schweizer Herstellers "Agnona". Ein breiter, in Form geschnittener Schal aus dem Material des Capes komplettiert das Ensemble, der breite Nappaledergürtel mit großen Knöpfen betont die Taille (Inv. Nr. 2005,UR 35).
Publiziert in Katalog: Uli Richter. Eine Berliner Modegeschichte, Kat. Nr. 31; S. 170, Berlin, 2007. CW/GK

Last updated: 15.12.2025

Contact

Institution:

Kunstgewerbemuseum

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Drehleierspieler

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Stehende männliche Figur auf einer Plinthe mit abgeschrägten Ecken. Der bärtige Mann trägt einen Hut, einen blauen Umhang, einen grauen Wams, dunkelrote Kniebundhosen und Schnallenschuhe. Er spielt eine Drehleier, die er mit dem linken, leicht angewinkelten Bein stützt. // Der Künstler, Georges Pull, war Naturforscher und Keramiker. Er war fasziniert von den Arbeiten des französischen Keramikers Bernard Palissy (1510-1589/90), dessen Werke sich im 19. Jahrhundert großer Beliebtheit erfreuten und auch gefälscht wurden. Pull hingegen hat die Werke Palissys nachempfunden und technisch noch übertroffen, er hat sie nicht einfach kopiert und hatte auch keine fälscherischen Absichten. Er signierte seine Keramiken mit dem Stempel "PULL", was auch bei dem Drehleierspieler der Fall ist. Die Figur ist eine vergrößerte Kopie der Statuette "joueur de vielle", die im 19. Jahrhundert als Arbeit von Palissy galt und von der sich mehrere Ausformungen im Pariser Louvre befinden. Heute gilt die Statuette als anonyme Arbeit des frühen 17. Jahrhunderts aus der Region um Fontainebleau, Paris, Avon, siehe https://collections.louvre.fr/en/ark:/53355/cl010114355Barbara Mundt schreibt in ihrem 1973 erschienenen Katalog des Berliner Kunstgewerbemuseums zum Historismus: "Pulls erklärtes Leitbild war das keramische Werk Palissys, wobei sein Interesse sich auf die Farbglasuren konzentrierte. Intensive Studien in den Sammlungen des Louvre gingen Hand in Hand mit wissenschaftlichen Experimenten. Es gelang Pull schließlich, dünnere, höher brennbare und damit härtere sowie glanzvollere Glasuren mit einer größeren Zahl von Farben hervorzubringen als sein großes Vorbild." (zu Kat. Nr. 199).ClKa