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Armschmuck in Schwarz-Weiß

Ident. Nr.: W-1977,23 b

ObjID: obj:2301705

Details (expert)

Creator/Entity
Auguste Bonaz (1877 - 1922)
Date(s)
um 1925
Geographical references
Entstehungsort stilistisch: Frankreich
Material / Technique
Galalith, Gummiband
Dimensions
Durchmesser: 6,5 cm

Object Description

Der verschlusslose, aus 18 Gliedern bestehende Armschmuck besticht durch seine klare Farbaufteilung, Schwarz und marmoriertes Cremeweiß. Die in der Mitte breiter werdenden Glieder sind auf zwei elastische Gummibänder gefädelt, der Reif wird über die Hand gestreift. Galalith ist ein vor 1900 aus Kasein entwickelter Kunststoff, der wegen seiner vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten in den 1920er-Jahren zu einem beliebten Material für Modeschmuck des Art Déco wurde. Der französische Designer Auguste Bonaz (1877 - 1922) entwarf daraus Schmuckensembles in einfachen Formen und stark kontrastierenden Farben. CW

Last updated: 15.12.2025

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Institution:

Kunstgewerbemuseum

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Drehleierspieler

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Stehende männliche Figur auf einer Plinthe mit abgeschrägten Ecken. Der bärtige Mann trägt einen Hut, einen blauen Umhang, einen grauen Wams, dunkelrote Kniebundhosen und Schnallenschuhe. Er spielt eine Drehleier, die er mit dem linken, leicht angewinkelten Bein stützt. // Der Künstler, Georges Pull, war Naturforscher und Keramiker. Er war fasziniert von den Arbeiten des französischen Keramikers Bernard Palissy (1510-1589/90), dessen Werke sich im 19. Jahrhundert großer Beliebtheit erfreuten und auch gefälscht wurden. Pull hingegen hat die Werke Palissys nachempfunden und technisch noch übertroffen, er hat sie nicht einfach kopiert und hatte auch keine fälscherischen Absichten. Er signierte seine Keramiken mit dem Stempel "PULL", was auch bei dem Drehleierspieler der Fall ist. Die Figur ist eine vergrößerte Kopie der Statuette "joueur de vielle", die im 19. Jahrhundert als Arbeit von Palissy galt und von der sich mehrere Ausformungen im Pariser Louvre befinden. Heute gilt die Statuette als anonyme Arbeit des frühen 17. Jahrhunderts aus der Region um Fontainebleau, Paris, Avon, siehe https://collections.louvre.fr/en/ark:/53355/cl010114355Barbara Mundt schreibt in ihrem 1973 erschienenen Katalog des Berliner Kunstgewerbemuseums zum Historismus: "Pulls erklärtes Leitbild war das keramische Werk Palissys, wobei sein Interesse sich auf die Farbglasuren konzentrierte. Intensive Studien in den Sammlungen des Louvre gingen Hand in Hand mit wissenschaftlichen Experimenten. Es gelang Pull schließlich, dünnere, höher brennbare und damit härtere sowie glanzvollere Glasuren mit einer größeren Zahl von Farben hervorzubringen als sein großes Vorbild." (zu Kat. Nr. 199).ClKa