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Zwischen arabesken Ranken Polygone mit Greifen am Brunnen

Ident. Nr.: 1889,297

ObjID: obj:2302725

Details (expert)

Date(s)
14. Jahrhundert
Dimensions
Höhe x Breite: 41 x 23 cm

Object Description

In Gold sind aus dem blauen mit arabesken Ranken überzogenen Grund in versetzten Reihen zweifach konturierte Vielpässe ausgeschnitten. Darin hocken schlanke, rankengleich stilisierte Greifen auf der Schale eines Brunnens mit hohem Brunnenstock. Um die Vielpässe sind vier Masken mit kalautah (Kopfputz) und mongolischen Schläfenlocken angeordnet. Trotz der S-Dehnung des Riemchengoldes muss man doch hier [...] am ehesten ein Erzeugnis des mamlukischen Herschaftsbereiches annehmen. Weitere Stücke dieser Seide finden sich in zahlreichen Museen, z. B. in Hamburg, Museum für Kunst und Gewerbe (Inv. Nr. 1891.250), Köln, Museum für angewandte Kunst (Inv. Nr. D 580), Krefeld, Deutsches Textilmuseum (Inv. Nr. 01288). LvW

Last updated: 15.12.2025

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Institution:

Kunstgewerbemuseum

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Drehleierspieler

Drehleierspieler

Stehende männliche Figur auf einer Plinthe mit abgeschrägten Ecken. Der bärtige Mann trägt einen Hut, einen blauen Umhang, einen grauen Wams, dunkelrote Kniebundhosen und Schnallenschuhe. Er spielt eine Drehleier, die er mit dem linken, leicht angewinkelten Bein stützt. // Der Künstler, Georges Pull, war Naturforscher und Keramiker. Er war fasziniert von den Arbeiten des französischen Keramikers Bernard Palissy (1510-1589/90), dessen Werke sich im 19. Jahrhundert großer Beliebtheit erfreuten und auch gefälscht wurden. Pull hingegen hat die Werke Palissys nachempfunden und technisch noch übertroffen, er hat sie nicht einfach kopiert und hatte auch keine fälscherischen Absichten. Er signierte seine Keramiken mit dem Stempel "PULL", was auch bei dem Drehleierspieler der Fall ist. Die Figur ist eine vergrößerte Kopie der Statuette "joueur de vielle", die im 19. Jahrhundert als Arbeit von Palissy galt und von der sich mehrere Ausformungen im Pariser Louvre befinden. Heute gilt die Statuette als anonyme Arbeit des frühen 17. Jahrhunderts aus der Region um Fontainebleau, Paris, Avon, siehe https://collections.louvre.fr/en/ark:/53355/cl010114355Barbara Mundt schreibt in ihrem 1973 erschienenen Katalog des Berliner Kunstgewerbemuseums zum Historismus: "Pulls erklärtes Leitbild war das keramische Werk Palissys, wobei sein Interesse sich auf die Farbglasuren konzentrierte. Intensive Studien in den Sammlungen des Louvre gingen Hand in Hand mit wissenschaftlichen Experimenten. Es gelang Pull schließlich, dünnere, höher brennbare und damit härtere sowie glanzvollere Glasuren mit einer größeren Zahl von Farben hervorzubringen als sein großes Vorbild." (zu Kat. Nr. 199).ClKa