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Vierteiliges Abendensemble "Anna Karenina"

Ident. Nr.: 2005,UR 137 a-d

ObjID: obj:2305619

Details (expert)

Creator/Entity
Entwurf: Uli Richter (1926–2021)
Date(s)
um 1990
Geographical references
Herkunft (Allgemein): Berlin
Dimensions
Länge: Jacke 50 cm
Länge: Rock: 100 cm
Länge: Bluse orange: 67 cm
Länge: Bluse hellrot: 56 cm

Object Description

Vierteiliges Abendensemble bestehend aus Jacke, Rock und zwei Blusen. Die taillenkurze Jacke ist hoch geschlossen und hat einen Stehkragen. Ihre langen geraden Ärmel sind eingesetzt. Der knöchellange Rock hat einen Taillenbund und ist ringsum in lose Falten gelegt. Das Ensemble kann wahlweise mit zwei Blusen kombiniert werden. Bluse 1 aus rostrotem schwerem Seidensatin wird im Rücken geschlossen und hat einen Umlegekragen sowie lange Ärmel, die in einem Bündchen enden. Bluse 2 ist hellorange, aus leichtem Kunstseidensatin. Auch sie schließt im Rücken und hat lange Ärmel mit einem Bündchen.
Das Modell ist die Wiederholung eines sehr ähnlichen Ensembles, das UR bereits 1975 entworfen hatte. Damals war die Jacke mit Zobel besetzt. CW

Last updated: 15.12.2025

Contact

Institution:

Kunstgewerbemuseum

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Drehleierspieler

Drehleierspieler

Stehende männliche Figur auf einer Plinthe mit abgeschrägten Ecken. Der bärtige Mann trägt einen Hut, einen blauen Umhang, einen grauen Wams, dunkelrote Kniebundhosen und Schnallenschuhe. Er spielt eine Drehleier, die er mit dem linken, leicht angewinkelten Bein stützt. // Der Künstler, Georges Pull, war Naturforscher und Keramiker. Er war fasziniert von den Arbeiten des französischen Keramikers Bernard Palissy (1510-1589/90), dessen Werke sich im 19. Jahrhundert großer Beliebtheit erfreuten und auch gefälscht wurden. Pull hingegen hat die Werke Palissys nachempfunden und technisch noch übertroffen, er hat sie nicht einfach kopiert und hatte auch keine fälscherischen Absichten. Er signierte seine Keramiken mit dem Stempel "PULL", was auch bei dem Drehleierspieler der Fall ist. Die Figur ist eine vergrößerte Kopie der Statuette "joueur de vielle", die im 19. Jahrhundert als Arbeit von Palissy galt und von der sich mehrere Ausformungen im Pariser Louvre befinden. Heute gilt die Statuette als anonyme Arbeit des frühen 17. Jahrhunderts aus der Region um Fontainebleau, Paris, Avon, siehe https://collections.louvre.fr/en/ark:/53355/cl010114355Barbara Mundt schreibt in ihrem 1973 erschienenen Katalog des Berliner Kunstgewerbemuseums zum Historismus: "Pulls erklärtes Leitbild war das keramische Werk Palissys, wobei sein Interesse sich auf die Farbglasuren konzentrierte. Intensive Studien in den Sammlungen des Louvre gingen Hand in Hand mit wissenschaftlichen Experimenten. Es gelang Pull schließlich, dünnere, höher brennbare und damit härtere sowie glanzvollere Glasuren mit einer größeren Zahl von Farben hervorzubringen als sein großes Vorbild." (zu Kat. Nr. 199).ClKa