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Abendmantel aus schwarzem Samt "Carnet de Bal"

Ident. Nr.: 2005,UR 88

ObjID: obj:2306616

Details (expert)

Creator/Entity
Entwurf: Uli Richter (1926–2021),
Designer*in
Date(s)
Herbst/Winter 1973/74
Geographical references
Herkunft (Allgemein): Berlin
Dimensions
Länge: 150 cm

Object Description

Der lange Abendmantel aus schwarzem Samt in schmeichelnder Prinzesslinie
hat schmale, eingesetzte Ärmel und einen kleinen Stehkragen. Er ist vorn dekorativ mit Satinknöpfen, mit Satin paspelierten Knopflöchern sowie einem langen Satinband, das zu einer Schleife gebunden wird, ausgestattet. In Hüfthühe hat er kleine aufgesetzte Taschen.
Dorothea Köhlich-Naville, die langjährige Geschäftspartnerin Uli Richters trug den Mantel zu einem rosa Abendkleid (2005,UR 172 a-c) in Versailles anlässlich eines Modetreffens mit dem Titel "Frankreich- USA". Das Treffen wurde ausgerichtet von der Pariser Familie Rothschild. CW/GK
Publiziert in: Uli Richter. Eine Berliner Modegeschichte, Kat. Nr. 58, S. 234. Berlin, 2007

Last updated: 15.12.2025

Contact

Institution:

Kunstgewerbemuseum

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Drehleierspieler

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Stehende männliche Figur auf einer Plinthe mit abgeschrägten Ecken. Der bärtige Mann trägt einen Hut, einen blauen Umhang, einen grauen Wams, dunkelrote Kniebundhosen und Schnallenschuhe. Er spielt eine Drehleier, die er mit dem linken, leicht angewinkelten Bein stützt. // Der Künstler, Georges Pull, war Naturforscher und Keramiker. Er war fasziniert von den Arbeiten des französischen Keramikers Bernard Palissy (1510-1589/90), dessen Werke sich im 19. Jahrhundert großer Beliebtheit erfreuten und auch gefälscht wurden. Pull hingegen hat die Werke Palissys nachempfunden und technisch noch übertroffen, er hat sie nicht einfach kopiert und hatte auch keine fälscherischen Absichten. Er signierte seine Keramiken mit dem Stempel "PULL", was auch bei dem Drehleierspieler der Fall ist. Die Figur ist eine vergrößerte Kopie der Statuette "joueur de vielle", die im 19. Jahrhundert als Arbeit von Palissy galt und von der sich mehrere Ausformungen im Pariser Louvre befinden. Heute gilt die Statuette als anonyme Arbeit des frühen 17. Jahrhunderts aus der Region um Fontainebleau, Paris, Avon, siehe https://collections.louvre.fr/en/ark:/53355/cl010114355Barbara Mundt schreibt in ihrem 1973 erschienenen Katalog des Berliner Kunstgewerbemuseums zum Historismus: "Pulls erklärtes Leitbild war das keramische Werk Palissys, wobei sein Interesse sich auf die Farbglasuren konzentrierte. Intensive Studien in den Sammlungen des Louvre gingen Hand in Hand mit wissenschaftlichen Experimenten. Es gelang Pull schließlich, dünnere, höher brennbare und damit härtere sowie glanzvollere Glasuren mit einer größeren Zahl von Farben hervorzubringen als sein großes Vorbild." (zu Kat. Nr. 199).ClKa