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Medaillon mit Maria in Gebetshaltung

Ident. Nr.: 2424

ObjID: obj:2316222

Details (expert)

Date(s)
1. Hälfte 13. Jahrhundert
Material / Technique
Glasfluss (rotbraun)
Dimensions
Höhe: 2,5 cm
Breite: 2 cm
Acquisition
1899 von Robert Forrer in Straßburg gekauft, als Schenkung des Generalkonsuls Hermann Rosenberg erworben

Object Description

Die Oberfläche des ovalen Schmuckstückes ist stark abgerieben. Das aus Glasfluss gegossene Flachrelief zeigt Maria, frontal stehend und mit betend ausgebreiteten Armen. Bekleidet ist sie mit einem langen, langärmligen Gewand und einem Maphorion. Ihren Kopf umfängt ein Nimbus. Den Hintergrund, zwischen den ausgebreiteten Armen und der Standfläche, füllen zwei Palmzweige aus. Oben, zu beiden Seiten des Nimbus befindet sich eine Beischrift, die Maria als Mutter Gottes , MHP OV benennt.
Das Medaillon wird seit dem Zweiten Weltkrieg vermisst.

Last updated: 30.07.2026

Contact

Institution:

Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst

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Würfelkapitell mit Palmetten- und Blattornament

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Das Kapitell ist aus der Grundform des Würfels entwickelt und an allen vier Seiten ausgearbeitet. An den vier Schildflächen erscheinen leicht alternierende vegetabile Ornamente im flachen Relief. Es stammt aus dem Benediktinerkloster auf dem Huy, ein in fränkischer Zeit militärisch genutzter Höhenrücken im nördlichen Harzvorland. Von Beginn an stand das Kloster unter dem Schutz der Halberstädter Bischöfe, Burchard I. hatte neben der Marienkapelle auch eine Pfalz errichtet. Die Klosterchronik des 12. Jahrhunderts erwähnt die Fertigstellung des „monasteriums“ noch in der Regierungszeit Abt Alfrieds. Der Kreuzgang, der noch stehende, zweigeschossig gewölbte Bau an der Westseite des Südflügels und möglicherweise auch Gebäude östlich der Kirche können erst nach 1150 fertiggestellt worden sein. Dieser späteren Phase gehört wohl auch das Kapitell an. Im südlichen Abschnitt des Ostflügels hat es noch einen Zweistützenraum mit den bekannten Basen gegeben, in dem dieses Kapitell aufgestellt gewesen sein könnte. Die Bildhauer, die im dritten Viertel des 12. Jahrhunderts zum Ausbau der Huysburger Klausurgebäude herangezogen wurden, haben unter Verwendung des in Sachsen seit dem 11. Jahrhundert üblichen Würfelkapitells, aber auch der korinthischen Ordnung, vor allem durch die ausgeprägte Dreidimensionalität der Formen neue Maßstäbe in der Region gesetzt. Das ornamentale Kapitell ist eng mit der Bauskulptur des nördlichen Harzvorlandes verbunden und man kann davon ausgehen, dass die meisten der auf der Huysburg tätigen Bildhauer in sächsischen Werkstätten ausgebildet wurden und wohl auch an verschiedenen Baustellen der Region tätig waren.(Auszug aus: Tobias Kunz, Bildwerke nördlich der Alpen. 1050 bis 1380. Kritischer Bestandskatalog der Berliner Skulpturensammlung, Petersberg, Michael Imhof Verlag 2014)