Logo

Die Erlösung aus dem Fegefeuer durch die Dreifaltigkeit, die Kreuzigung und die Fürbitte der Heiligen

Ident. Nr.: KdZ 30265

ObjID: obj:2325469

Sammlung Christoph Müller

Details (expert)

Creator/Entity
Ausführung: Erasmus Quellinus (der Jüngere) (1607 - 1678),
Zeichner*in
Date(s)
Herstellung: 1655
Systematics/Type
Provenance
Sotheby's,
11.11.1997
Auktion: Christoph Müller (1938-2024),
11.11.1997 bis 2007
Dimensions
Blattmaß: 56,3 x 40,9 cm
Acquisition
2007 als Schenkung von Christoph Müller, Berlin, erworben

Object Description

Erasmus Quellinus d. J., der aus einer Bildhauerfamilie stammte, studierte Philosophie, bevor er sich der Malerei zuwandte. Der belesene Quellinus zeichnete modelli für Holzschnitte nach Gemälden von Rubens und für Tapisserie-Serien, kooperierte aber auch mit Anton van Dyck, Frans Snyders und Peeter Boel. Nach Rubensʼ Tod wurde er von dessen Witwe mit der Ausführung unvollendeter Gemälde beauftragt und er wurde zum Antwerpener Stadtmaler ernannt. 
Die auf Größenwirkung angelegte Zeichnung, vielleicht ein Altarentwurf, kann bisher keinem ausgeführten Werk zugeordnet werden. Licht und Schatten sowie theatralische Gesten bestimmen die Szene.

Last updated: 18.09.2026

Contact

Institution:

Kupferstichkabinett

Additional items from the collections

Ansicht der Stadt Olevano (Provinz Rom, Italien) mit dem Regenbogen

Ansicht der Stadt Olevano (Provinz Rom, Italien) mit dem Regenbogen

Nahezu während der ganzen Dauer seines jahrzehntelangen Lebens in Rom beschäftigte sich Joseph Anton Koch mit dem Thema Olevano, nachdem er schon 1804 zum künstlerischen Entdecker dieser malerischen Bergstadt geworden war. [...] Fast am Ende einer langen Entwicklung stellt er mit dem vorliegenden Blatt das malerische Sujet in überhöhter, komponierter Übersichtlichkeit dar. Aus vorausgegangenen Naturstudien vom gleichen Standort, von der Casa Baldi aus aufgenommen, die den deutschen Künstlern häufig als Unterkunft diente, gelingt dem Künstler eine Summe seiner Eindrücke. Mit den Mitteln der Vordergrundgruppen, der seitlichen Bäume, des übergreifenden Regenbogens, schließlich der Wolkenbildungen wird Bildmäßigkeit und Wirkung erzielt. Ein kleinerer Entwurf (Kupferstichkabinett, ID-Nr. SZ Koch 19) wird mit unserem Blatt zu Klarheit und Räumlichkeit geführt, wozu die meisterhaft eingesetzten Wirkungen von Licht und Schatten viel beitragen, so daß eine vollendete Zeichnung klassischer Landschaftsauffassung entstand. Für Kochs, aus souveräner Kenntnis urteilenden Biographen, Otto v. Lutterotti, ist sie »...in Komposition und Auffassung, Format und Durchführung wohl der schönste Hymnus, den Koch auf sein geliebtes, hochgebautes Bergnest angestimmt hat. Das Städtchen mit der verfallenen Burg der Colonna ist organisch wie ein Kristall dem Felsen entwachsen, im Vordergrund die ländliche Szene am Brunnen, das Ganze zusammengefaßt vom Regenbogen.«Text: Gottfried Riemann, in: Das Berliner Kupferstichkabinett. Ein Handbuch zur Sammlung, hg. von Alexander Dückers, 2. Auflage, Berlin 1994, S. 360., Nr. VII.5 (mit weiterer Literatur)