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Liebespaar (Modellnummer 217)

Ident. Nr.: HF 571

ObjID: obj:2327218

Details (expert)

Creator/Entity
Entwurf: Anton Carl Luplau ( - 1795),
Modelleur*in
Ausführung: Fürstenberger Porzellanmanufaktur (1747),
Hersteller*in
Date(s)
1772
Dimensions
Höhe: 9,4 cm

Object Description

Auf einer grün gepolsterten Bank mit gelbem Besatz und orangefarbenem Hängetuch sitzt eine Dame in weißem Untergewand mit grünen Punktrosetten und purpurnem, geblümten Obergewand, einen Fächer in der Rechten. Sie wird umarmt von einem Kavalier in sandfarbenem Rock, ebensolcher Kniehose (Culotte) und himmelblauer Weste mit Punktrosetten, alles goldgerändert. Auf dem weißen, goldstaffierten Rocaille-Sockel liegen eine schwarzer Dreispitz und ein Degen.
Auf der Unterseite Marke: F (in Unterglasurblau), 3, No. 217 und F (Ritzzeichen)
Das Modell mit der Nr. 217 schuf Anton Carl Luplau im September 1772. Grundlage bildete der Kupferstich "L'Air" aus der Elementenfolge von Johann Esaias Nilson - der Fächer der Dame steht für das Element "Luft". Für Fürstenberg entwarf Luplau auch die "Jägergruppe" (Modellnr. 213) nach dem Stich "La Terre" aus derselben Folge. Zugehörig ist außerdem die "Musikalische Schäfergruppe" (Modellnr. 215). Im Bestand des Berliner Kunstgewerbemuseums befindet sich nur die Gruppe "Liebespaar". Vergleichsstücke im Herzog-Anton-Ulrich-Museum Braunschweig und dem Kestner-Museum, Hannover.
ClKa

Last updated: 30.07.2026

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Institution:

Kunstgewerbemuseum

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Drehleierspieler

Drehleierspieler

Stehende männliche Figur auf einer Plinthe mit abgeschrägten Ecken. Der bärtige Mann trägt einen Hut, einen blauen Umhang, einen grauen Wams, dunkelrote Kniebundhosen und Schnallenschuhe. Er spielt eine Drehleier, die er mit dem linken, leicht angewinkelten Bein stützt. // Der Künstler, Georges Pull, war Naturforscher und Keramiker. Er war fasziniert von den Arbeiten des französischen Keramikers Bernard Palissy (1510-1589/90), dessen Werke sich im 19. Jahrhundert großer Beliebtheit erfreuten und auch gefälscht wurden. Pull hingegen hat die Werke Palissys nachempfunden und technisch noch übertroffen, er hat sie nicht einfach kopiert und hatte auch keine fälscherischen Absichten. Er signierte seine Keramiken mit dem Stempel "PULL", was auch bei dem Drehleierspieler der Fall ist. Die Figur ist eine vergrößerte Kopie der Statuette "joueur de vielle", die im 19. Jahrhundert als Arbeit von Palissy galt und von der sich mehrere Ausformungen im Pariser Louvre befinden. Heute gilt die Statuette als anonyme Arbeit des frühen 17. Jahrhunderts aus der Region um Fontainebleau, Paris, Avon, siehe https://collections.louvre.fr/en/ark:/53355/cl010114355Barbara Mundt schreibt in ihrem 1973 erschienenen Katalog des Berliner Kunstgewerbemuseums zum Historismus: "Pulls erklärtes Leitbild war das keramische Werk Palissys, wobei sein Interesse sich auf die Farbglasuren konzentrierte. Intensive Studien in den Sammlungen des Louvre gingen Hand in Hand mit wissenschaftlichen Experimenten. Es gelang Pull schließlich, dünnere, höher brennbare und damit härtere sowie glanzvollere Glasuren mit einer größeren Zahl von Farben hervorzubringen als sein großes Vorbild." (zu Kat. Nr. 199).ClKa