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Ident. Nr.: I B 453 b

ObjID: obj:2327372

Details (expert)

Creator/Entity
Julius Heinrich Petermann (12.8.1801 - 10.6.1876),
Sammler*in
Systematics/Type
Geographical references
Syrien,
Land/Region
Damaskus,
Stadt
Material / Technique
Ton Medaillon
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 5,2 x 4,5 x 0,5 cm

Object Description

Leicht ovales Medaillon, ohne Öse und somit nicht zu hängen bzw. zu tragen. Zwei christliche Motive sind auf den beiden Seiten abgebildet. Bei einem Motiv handelt es sich um die Auferstehung von Jesus. Der Rahmen dieser Seite ist oben etwas gebrochen. Das zweite Motiv zeigt im Zentrum die heilige Maria und das Kind, die auf einem Thron sitzen. Dazu gibt es zwei Personen an den Seiten, die Herzen in ihren Händen halten. Über Maria und Kind fliegen zwei Engel, die ebenfalls in ihren Händen etwas (Herz oder Krone) tragen.

Datenbank: Medaillon

Last updated: 30.07.2026

Contact

Institution:

Ethnologisches Museum

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樹皮衣

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Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.