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Relieftafel mit Festtagsdarstellungen, Fragment

Ident. Nr.: 2427

ObjID: obj:2350099

Details (expert)

Date(s)
12. Jahrhundert
Systematics/Type
Material / Technique
Steatit
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 8 x 6,6 x 1 cm
Gewicht: 32,66 g
Acquisition
1899 als Geschenk des Generalkonsuls Hermann Rosenberg erworben

Object Description

Das Bruchstück einer Ikonentafel zeigt mehrere Szenen der Geburt und Taufe Christi, Großteils jedoch lediglich fragmentarisch. Es handelt sich um drei kleine Paneele. Als Erstes ist auf der mit gedrehter Ziersäule und Bogenansatz abschließenden rechten Seite oben von der Geburt Christi die Badeszene teilweise zu sehen, erhalten ist die Darstellung zweier hockender Frauen, ein Hirte, das Kind badend rechts, links ist noch ein Rest von Josephs Gewand zu erkennen. Das Paneel darunter zeigt die Taufe Christi und ist nahezu gänzlich erhalten, nur die rechte untere Ecke ist leicht abgeschlagen. Christus steht im Jordan und ist nach links gewandt, rechts begleiten drei Engel die Szene, von denen der vorderste das Gewand für Christus bereithält. Links am Ufer befindet sich Johannes der Täufer, der seine Rechte auf Christi Haupt legt und die Linke erhebt. Sein Blick folgt der Gestik nach oben. Daran anschließend folgt links davon eine sehr fragmentarische Darstellung vom Tempel an. Noch zu erkennen ist Simon, der seine verhüllten Hände nach links vorstreckt, rechts hinter ihm Hanna, die ihren rechten Arm hebt.

Last updated: 24.09.2026

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Institution:

Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst

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Kindertunika

Kindertunika

Die vollständig erhaltene Kindertunika besteht aus einem einzigen Gewebestück aus ungefärbtem Leinen. Sie wurde, wie die meisten Tuniken aus dem spätantiken bis früh-islamzeitlichen Ägypten, quer gewebt, das heißt, der Weber oder die Weberin begann und endete mit den Ärmeln. Vorder- und Rückenteil mit den typischen parallelen Zierstreifen (clavi) lagen folglich bei der Herstellung horizontal auf dem Webstuhl, der Halsschlitz dagegen senkrecht. Für die Herstellung dieser Kindertunika war eine Webstuhlbreite von mindestens 131 cm erforderlich, was der doppelten Länge der Tunika entspricht. Alle Dekorelemente, die Ärmelstreifen, die beiden clavi sowie die Hals- und Nackenborte, sind direkt in das Grundgewebe eingewirkt worden. Die farbigen Wollfäden sind in den Ärmelstreifen völlig und in den übrigen Wirkereien zum Teil ausgefallen. Auch der Halsschlitz in der Mitte des Gewebes entstand bereits während des Webvorgangs. In diesem Bereich kehrten die Schussfäden beidseitig um, wodurch man einen geraden Spalt erhielt. Die fertig gewebte Tunika hatte die Form eines großen Kreuzes. Nach der Abnahme vom Webstuhl musste sie um 90 Grad gedreht und in der Horizontalachse gefaltet werden. Die Seiten und Ärmel waren ursprünglich bis auf einen Bewegungsschlitz unter den Achseln geschlossen. Heute sind die Nähte gelöst, Spuren von Einstichlöchern und Nähgarnreste sind noch erkennbar. Die Ärmel wurden zum Handgelenk hin etwas schmaler. Dafür schlug man die Längsseiten schräg nach innen ein. Eine kleine Stopfstelle in der Mitte des Vorder- bzw. Rückenteils beweist, dass Kleidung mit großer Sorgfalt behandelt wurde, so dass sie lange getragen werden konnte.Die clavi und Ärmelstreifen sind mit jeweils einer Reihe herzförmiger roter Blätter in heller Umrandung auf grünem Grund verziert. Jede Reihe endet mit länglichen halben Ovalen. In den Zwickeln sind kleine rote Punkte zu erkennen. Die herzförmigen Blätter kehren im doppelten Zierstreifen an der Halsöffnung, diesmal jedoch liegend, wieder. Darunter setzt eine Bogenreihe an. Die Flächen zwischen den Säulen mit verdickten Enden als Basis sind mit roten, dunkelvioletten und gelben gestielten Blättern mit heller Binnenzeichnung gefüllt.Ein wellenförmiges Randmotiv, das gemeinhin als „laufender Hund“ bezeichnet wird, verläuft zu beiden Seiten der clavi und Ärmelstreifen sowie an der oberen Kante der Zierstreifen an der Halsöffnung. Diese Kante ist zusätzlich mit einer geflochtenen, rot-weißen Schnur eingefasst.Veröffentlichung: C. Fluck / K. Finneiser, Kindheit am Nil, Berlin 2009, S. 12-13, Nr. 1(Cäcilia Fluck 2017)