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Nürnberg: Rechenpfennig

Ident. Nr.: 18205888

ObjID: obj:2358153

Details (expert)

Date(s)
1690
Geographical references
Material / Technique
—
Dimensions
Durchmesser: 29 mm

Object Description

Vorderseite: RECHEN-MEISTER. Ein bärtiger Mann, der Rechenmeister in modischer Kleidung, sitzt an einem mit Tischdecke bzw. Rechentuch bedeckten Tisch, auf dem Rechenpfennige liegen.

Rückseite: IOHAN MICHAEL LINDNER IN NVRNBERGENSIS - A B C D / E F G H I K / L M N O P Q P / S T V VV X / Y Z / M D C X C [P statt R]. In der Umschrift der Name des Rechenpfennigmachers. Im Feld das Alphabet und die Jahreszahl in römischen Ziffern.

Kommentar: Rechenpfennige dienten bis zum Mittelalter und der frühen Neuzeit dem Rechnen auf dem Rechenbrett. Die Rechen- oder Raitpfennige (auch Jetons) wurden von Rechenpfennigmachern oder Flinderleinschlägern hergestellt. Vielfach wurde in ihren Darstellung auf Politik und Geschichte Bezug genommen oder Symbole des Handels und Glücks dargestellt. Die Darstellung des Rechenmeisters am Tisch findet man in ähnlicher Form bei verschiedenen Nürnberger Rechenpfennigherstellern. Bei der Darstellung des Alphabets ist dem Rechenpfennigmacher übrigens ein Fehler unterlaufen, er hat statt der R-Punze nochmals die P-Punze eingeschlagen.

Literatur: M. Mitchiner, Jetons, medalets & tokens I. The medieval period and Nuremberg (1988) 518; C. F. Gebert, Die Nürnberger Rechenpfennigschläger, MBNG 35, 1917, 1-138; A. Nagl, Die Rechenpfennige und die operative Arithmetik, Numismatische Zeitschrift 1888, 309-368.

Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18205888

Last updated: 29.07.2026

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Institution:

Münzkabinett

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Tessera

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Vorderseite: Kamel nach r. Auf seinem Rücken Triumphalcurrus, darin ein Affe (?) als Lenker mit Zepter und ausgestreckter r. Hand, dahinter ein kleinerer Affe. Umgeben von einer Kreislinie.Rückseite: AVC. Schrift umgeben von einem Punktkreis (innen) und einem Lorbeerkranz (außen).Kommentar: Wohl die Persiflage einer Triumphszene. Die Datierung ergibt sich aus Stempelkopplungen, vgl. dazu T. Buttrey, The spintriae as a historical source, Numismatic Chronicle 1973, 52 ff.; R. Göbl, Antike Numismatik II (1978) Taf. 8.Literatur: A. de Belfort, Essai de classification des tessères romaines en bronze, Annuaire de numismatique 16, 1892, 171 ff. 174 Taf. 6,11 (dieses Stück). Vgl. für die Vs.: H. Cohen, Description historique des monnaies H. Cohen, Description historique des monnaies frappées sous l'empire romain VIII (1892) 130 Nr. 79 Taf. 8; R. Martini, Tessere numerati bronzee romane nelle civiche raccolte numismatiche del Comune di Milano, Annotazioni Numismatiche Suppl. 9, 1997, 26 f. Nr. 40 mit Abb.; L. Jacobelli, Tessere numerali bronzee romane nelle civiche raccolte numismatiche del comune di Milano, Annotazione Numismatiche 10, 1997, 26 Abb. 19; dies., Spintriae e ritratti giulio-claudii. Significato e funzione delle tessere bronzee numerati imperiali (2000) 20 f. Abb. 53. Vgl. für die Rs. B. Simonetta - R. Riva, Le tessere erotiche romane (1981) 11 Gruppe C Szene 6 Stempel D Taf. 3. Vgl. auch R. Göbl, Antike Numismatik II (1978) 130 Nr. 72 Taf. 8 (AVG ligiert).Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18203170