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Aelia Eudocia

Ident. Nr.: 18217904

ObjID: obj:2365123

Details (expert)

Creator/Entity
Antike Herrscherprägung: Theodosius II.,
Münzherr*in
Date(s)
441-444 n. Chr.
Geographical references
Türkei,
Land
Material / Technique
Dimensions
Gewicht: 4,38 g
Durchmesser: 21 mm

Object Description

Vorderseite: AEL EVDO-CIA AVG. Drapierte Büste der Aelia Eudocia mit Diadem und Halskette in der Brustansicht nach r. Oben die sie bekränzende Hand Gottes.

Rückseite: IMP XXXXII COS - XVII PP // CONOB. Constantinopolis sitzt auf einem Thron nach l., in ihrer r. Hand ein Kreuzglobus, in der l. ein Speer. Neben dem Thron r. ein Schild. Ganz l. ein Schiffsbug (prora). Im l. F. ein Stern.

Kommentar: Gehört hinter die Nummer RIC X Nr. 329, die Zuordnung nach Varianten A (groß und unregelmäßig geformt) und B (klein und rund) nach Form des Schildes der Constantinopolis ist hier schwer anzuwenden. - Im RIC X 263 f. wird für die dritte Gruppe kein Beleg für Aelia Eudocia mehr angeführt und dies ebd. 80 f. als Argument für die Datierung dieser Gruppe nach 443/444, dem Rückzug der Kaiserin, genauer möglicherweise 447 n. Chr., genutzt. - Aelia Eudocia wurde von Pulcheria, der Schwester des Theodosius II., als seine Braut ausgewählt und heiratete diesen am 7.6.421 n. Chr. Sie hieß eigentlich Athenais und stammte aus einer heidnischen Familie, der Vater Leontius war Lehrer für Philosophie und Rhetorik. Sie wurde auf ihren neuen Namen Aelia Eudicia getauft. Am 2.1.423 n. Chr. erhielt sie den Titel einer Augusta nach der Geburt der Tochter Licinia Eudoxia (weitere Kinder folgten). Sie übernahm in den späten 420 und 430er Jahren die frühere Rolle der Pulcheria als einflußreiche Ratgeberin ihres Mannes und unternahm 438 n. Chr. eine Pilgerreise nach Jerusalem. Entweder 442 oder 443 wurde die Ehe geschieden, und Eudocia erhielt die Erlaubnis, sich nach Jerusalem zurückzuziehen. Dort ist sie am 20.10.460 n. Chr. gestorben.

Literatur: W. Hahn, Moneta Imperii Romani Byzantini. Die Ostprägung des römischen Reiches im 5. Jahrhundert (408-491) (1989) 29-30 Nr. 36 aa Taf. 3 (dieses Stück, datiert 444 n. Chr.). Vgl. RIC X 263 f. Gruppe 3 (dieser Typ fehlt dort für Eudocia ganz, datiert Gruppe 441-450 bzw. 80 f. nach 447 n. Chr.), vgl. ebd. Nr. 289 mit COMOB.

Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18217904

Last updated: 15.12.2025

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Institution:

Münzkabinett

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Nürnberg: Stadt

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Vorderseite: Zweigeteiltes Stadtwappen, darüber Mauerkrone. Darunter ein N.Rückseite: Das Lamm Gottes mit der Friedensfahne, darauf PAX, auf der Erdkugel stehend nach links.Kommentar: Die Nürnberger Lammdukaten, benannt nach dem Bild des Gotteslamms auf der Weltkugel, waren eine besonders beliebte Geschenkmünze. Die Dukaten auf die Jahrhundertwende (auch als Friedenswunsch- und Neujahrsdukaten bezeichnet) sind in sieben Wertstufen vom Doppeldukaten bis zum winzigen 1/32 Dukaten (»Linsendukat«) geprägt worden. Das Jahr 1700 ist auf einigen Prägungen durch ein Chronogramm in der Umschrift der Vorderseite angegeben (MDCC).Literatur: D. Widhalm, Die Nürnberger Lammdukatenprägungen von 1632 bis 1806. Beiträge zur süddeutschen Münzgeschichte (1976) Nr. 19 b; Bank Leu AG Zürich und Münzen- und Medaillenhandlung Stuttgart, Auktion vom 21.-23. Juni 1989 in Zürich Nr. 611 (Sammlung Herbert J. Erlanger, Nürnberg, bearbeitet von S. Sonntag); H.-J. Kellner, Die Münzen der Reichsstadt Nürnberg (1991) Nr. 101; G. Schön, Deutscher Münzkatalog 18. Jahrhundert. Deutschland, Österreich, Schweiz. 4. Auflage (2008) Nr. 4; A. L. und I. S. Friedberg, Gold coins of the world from ancient times to the present. 7. Auflage (2003) Nr. 1882; F. Freiherr von Schrötter (Hrsg.), Wörterbuch der Münzkunde (1930) 340; K. Klütz, Münznamen und ihre Herkunft (2004) 145; B. Kluge - M. Alram (Hrsg.), Goldgiganten. Das große Gold in der Münze und Medaille. Das Kabinett 12 (2010) 107 f. Nr. I 4.5 e mit Abb. (dieses Stück).Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18224435

Schweiz: Luzern

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Friedland, Sagan und Mecklenburg: Albrecht von Wallenstein (Waldstein)

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Vorderseite: ALBERT D G - D FRI ET SA. Barhäuptiges Brustbild Albrechts von Wallenstein in einem verzierten Harnischkragen und mit einem glatten versteiften Stehkragen nach rechts. Unten das Münzmeisterzeichen Sonne.Rückseite: SAC RO IM - PRIN 1630. Der mit einem hermelinverbrämten Fürstenhut überhöhte Schild mit dem gekrönten Wappenadler des Herzogtums Friedland, auf der Brust der quadrierte Wallenstein'sche Schild mit vier aufrecht stehenden Löwen. Unten die Wertzahl 3.Kommentar: Albrecht Wenzel Eusebius von Waldstein (Wallenstein), geb. 1583, ist der bekannteste Feldherr des Dreißigjährigen Krieges. Er kämpfte seit dessen Beginn im Jahre 1618 auf der Seite der Katholischen Liga und des Kaisers Ferdinand II. und machte im Verlauf der 1620er Jahre eine steile Karriere. Seit 1625 war er kaiserlicher General und erhielt neben der Erhebung in den Reichsfürstenstand bedeutende Territorien und Privilegien. Seinen böhmischen Stammsitz Gitschin baute er zu einem Musterbetrieb des Absolutismus aus. Sein Machtzuwachs und Reichtum - sein hinterlassener Besitz wurde auf 10 Millionen Rheinische Gulden geschätzt - schuf ihm allerdings Feinde am Wiener Hof, welche den misstrauisch gewordenen Kaiser die Ermordung Wallensteins am 25. Februar 1634 in Eger gutheißen ließen.Literatur: A. Meyer, Albrecht von Wallenstein (Waldstein) Herzog von Friedland und seine Münzen (1886) 79 Nr. 187. - Zum Münzmeisterzeichen vgl. E. Nohejlová-Prátová (1969) 18-21.Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18224830

Friedland, Sagan und Mecklenburg: Albrecht von Wallenstein (Waldstein)

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Vorderseite: ALBERTVS D G DVX - MEGAPOL FRIDL. Barhäuptiges Brustbild Albrechts von Wallenstein leicht nach rechts gewandt in einem verzierten Harnisch- und glattem Stehkragen, auf der rechten Schulter drapierte Feldherrnbinde. Unten das Münzmeisterzeichen.Rückseite: ET SAGAE PRINC - VANDAL 1631. Der mit einem hermelinverbrämten Fürstenhut (ohne Bügel und Perlsaum) überhöhte, mehrfeldige Wappenschild, umlegt mit der Ordenskette vom Goldenen Vlies.Kommentar: Der dreizehnfeldige Schild umfasst die Bilder der Herzogtümer Mecklenburg (Büffelkopf von vorn), Friedland (Adler) und Sagan (Hüftbild eines Engels von vorn), der Herrschaft Flinsberg (doppelschwänziger Löwe nach links), des Fürstentums der Wenden (Büffelkopf nach rechts), der Familie von Wallenstein (vier aufrecht stehende Löwen), der Grafschaft Schwerin (quer geteiltes, rot und gold damasziertes Feld), der Herrschaft Rostock (nach rechts steigender Greif) und der Herrschaft Stargard (weiblicher Arm mit einem Ring nach links).Literatur: A. Meyer, Albrecht von Wallenstein (Waldstein) Herzog von Friedland und seine Münzen (1886) 96 Nr. 284; A. L. und I. S. Friedberg, Gold coins of the world from ancient times to the present. 7. Auflage (2003) Nr. 145. - Zum Münzmeisterzeichen vgl. E. Nohejlová-Prátová, Das Münzwesen Albrechts von Wallenstein (1969) 18-21.Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18224826